Novella
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Chapter 1 of 4
Hallo, als Vorwort.
Ich habe diese Geschichte zusammen mit KI geschrieben. Nichts desto trotz sind die Handlungen aller meiner Idee entsprungen und wurden nur von der KI ausgeschmückt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen meiner ersten Geschichte.
Kapitel 1: Morgenvisite
Der Klinikflur roch nach Desinfektionsmittel und dem süßlichen Duft von Silikon. Nicht das Parfüm-Silikon, das manchmal in billigen Lotionen steckte. Nein, das hier war der Geruch von frisch implantierten Brustkörpern, von Haut, die sich noch an das Fremdmaterial gewöhnte.
Morgenvisite – Station 7B
Ich lehnte mich gegen den Empfangstresen und öffnete mein digitales Klemmbrett. Der Bildschirm flackerte auf, zeigte die Liste der heutigen Patienten. Fünf Frauen. Fünf Leben, die ich nach und nach in etwas anderes verwandelt hatte. Nicht gegen ihren Willen – niemals. Das Formular „Bewusstseinsnachweis" lag bei jeder Akte, unterschrieben, beglaubigt, mit Videoaufzeichnung.
Mein Daumen glitt über den ersten Eintrag.
Patientin 7B-001 – „Bella"
Vorher: Sarah K., 34, Buchhalterin, geschieden, zwei Kinder (kein Kontakt mehr). Lebenslange Geschichte von Dysphorie, mehrere Therapeuten, keine Besserung durch Medikamente.
Motivation: „Ich will nicht mehr denken. Nicht mehr entscheiden. Nur noch gehorsam sein und Liebe durch Gehorsam erhalten."
Modifikationen durchgeführt:
Dentalextirpation (Zähne entfernt, Kiefer modelliert)
Linguale Teilspaltung (Zungenspitze)
Otoplastik (Ohren zu spitzen, aufrechten Keilformen gebracht)
Arthrodesen (Ellbogen- und Kniegelenke fixiert auf Krabbelstellung)
Dermale Verschmelzung (Hand- und Fußprothesen aus bioaktivem Latex mit Nervenendverbunden)
Cauda-Implantat (beweglicher Schwanz, nerval gekoppelt)
Status: Anpassungsphase 4 von 6. Psychologisch stabil, keine Reue-Anzeichen.
Ich scrollte weiter. Die nächste Akte war interessanter. Neuer Patient, erst seit zwei Wochen hier.
Patientin 7B-003 – „Dolly"
Vorher: Dr. Elena V., 42, Chirurgin. Hohes Einkommen, Prestige, Einsamkeit. Selbstverletzendes Verhalten durch Perfektionismus.
Motivation: „Ich will nutzlos sein. Schön und nutzlos. Keine Verantwortung mehr, keine Entscheidungen."
Modifikationen durchgeführt:
Brustvergrößerung auf 2000cc (spezielle Form: projizierend, kugelrund, keine natürliche Gravitationsreaktion)
Facialisierung: Gesichtsmuskeln teilweise gelähmt, permanenter „Puppen"-Ausdruck (leicht geöffnete Lippen, gerundete Augen)
Gelenksfixierung: Schultern nach hinten gedreht, Arme in permanentem „Umarmungs"-Winkel fixiert (kann nicht mehr nach vorne greifen)
Status: Post-OP Woche 2. Noch Schmerzen beim Liegen. Trainiert „Haltung" – aufrecht sitzen, nicht kippen.
Ich schluckte. Elena war Kollegin gewesen. Vor Jahren. Wir hatten uns auf einem Kongress getroffen, sie hatte zu viel getrunken, hatte geweint, hatte geflüstert: „Ich hasse es, erwachsen zu sein."
Jetzt saß sie drei Türen weiter, konnte ihre eigenen Brüste nicht mehr sehen, weil sie so groß waren und ihre Arme sie nicht mehr erreichten.
Ich tippte auf den dritten Eintrag.
Patientin 7B-004 – „Honey"
Vorher: Unbekannt. Anonyme Einlieferung durch „Besitzer".
Motivation: Nicht dokumentiert. Finanzierung durch dritte Partei.
Modifikationen durchgeführt:
Laryngektomie (Stimme entfernt)
Esophageale Umleitung (Schlucken nur noch flüssig, dickflüssig)
Status: Observation. Keine Kommunikation möglich.
Das war die, die mir manchmal schlaflose Nächte bereitete. Keine Vorgeschichte. Kein Einverständnis-Video. Aber die Papiere waren sauber, die Unterschriften da, die Zahlungen pünktlich.
Ich schloss das Klemmbrett und steckte es ein. Genug gelesen. Zeit zu sehen, was aus meiner Arbeit geworden war.
Ich ging den Flur entlang, vorbei an den schallgedämmten Türen. An Station 3 hörte ich das leise, rhythmische Schmatzen – Dolly übte wieder, wie man mit fixierten Armen einen Löffel annimmt. Ein Pfleger musste ihr helfen. Sie war noch nicht bereit für Selbstständigkeit.
Vor der Tür zu 7B-001 blieb ich stehen. Tippte meinen Code ein.
Die Luft schlug mir entgegen, warm, leicht nach Hund und Lavendel. Bella hatte ein spezielles Shampoo, das ihre modifizierte Kopfhaut nicht reizte und dennoch den Geruch von „Haustier" unterstrich.
Sie lag auf der Seite, zusammengerollt auf ihrer speziellen Liege – gepolstert, mit Gurten, falls sie mal „unruhig" wurde. Aber sie war nie unruhig. Nicht mehr.
„Guten Morgen, Bella", sagte ich.
Sie öffnete die Augen. Menschliche Augen, braun, intelligent. Der Kontrast war immer noch verstörend. Das Gesicht darunter war... nicht mehr menschlich. Das modifizierte Maul, die fehlenden Zähne, die runde Kieferform. Sie sah aus wie eine Mischung aus Mensch und... etwas anderem. Etwas Gezähmtem.
Sie versuchte zu lächeln. Das ging nicht mehr richtig. Die Gesichtsmuskeln waren zu sehr verändert. Stattdessen machte sie dieses Geräusch. Ein kehliges, freudiges „Hrrr-hrrr", das irgendwo zwischen Schnurren und Wuffen lag.
Ich kniete neben ihr, zog mein Stethoskop hervor. Ihr Herzschlag war schnell, aufgeregt. Sie liebte die Visiten. Das war das Einzige, was von menschlicher Sozialisation übrig blieb – das Bedürfnis nach Anerkennung, nach Streicheln, nach einem „gutes Mädchen".
„Dreh dich um", sagte ich sanft.
Sie gehorchte, rollte sich auf den Rücken, präsentierte den Bauch. Ihre Brüste – mittlerweile vollständig verheilt – fielen zur Seite, unnatürlich rund, unnatürlich fest. Die Narben unter den Brustfalten waren fast unsichtbar, meine beste Arbeit. Sie atmete tief, ihr Bauch hob und sich, die Implantate verschoben sich nicht. Fest verankert. Permanent.
Ich prüfte die Verbindungsstellen an ihren Handgelenken. Wo früher Hände gewesen waren, waren jetzt die Pfotenprothesen. Die Haut war rosarot, die Textur wie bei einem Sphynx-Katzenpfoten, aber größer. Die „Finger" waren zu einem festen Ballen zusammengewachsen, weich, aber mit genug Struktur zum Laufen auf allen vieren. Die Nägel waren entfernt, durch dauerhafte, stumpfe Hornkappen ersetzt. Sie konnte niemanden zerkratzen. Sie konnte niemanden mehr berühren, nicht wirklich. Nur noch nuzzeln, lecken, sich anpressen.
„Die Gelenke?" fragte ich.
Sie bewegte ihre Arme, zeigte mir den Winkel. Die Ellbogen gingen nicht weiter als 90 Grad. Die Knie ebenso. Sie war gefangen in dieser Haltung, diesem Krabbel-Sein. Für immer.
Und sie ist glücklich, dachte ich, während ich ihre Implantate abtastete, prüfte, ob sie weich wurden, ob es Entzündungen gab. Glücklicher als als Sarah, die Buchhalterin.
„Heute ist ein besonderer Tag", sagte ich und schloss mein Stethoskop ein. „Dein Besitzer kommt nicht nur zum Spielen. Er hat einen Antrag gestellt. Auf Phase 5."
Bellas Augen weiteten sich. Ihr Schwanz – der implantierbare, mit den Rückenmuskeln verbundene – begann unkontrolliert zu zucken. Sie wusste, was Phase 5 bedeutete.
„Die Gedächtnis-Modifikation", sagte ich leise. „Du wirst... einfacher werden. Weniger Sarah. Mehr Bella. Die Ärzte nennen es kognitive Reduktion. Du nennst es... Freiheit, oder?"
Sie bellte. Einmal, scharf. Ein Ja.
Ich strich ihr über die modifizierte Kopfhaut, das gefälschte Fellmuster. „Es ist irreversibel", sagte ich. „Du weißt das?"
Sie leckte meine Hand. Ihre Zunge war warm, feucht, die gespaltene Spitze fühlte sich seltsam an, zweigeteilt, wie bei einer Schlange oder einem Reptil. Ein Nebeneffekt der Operation, den wir nicht korrigiert hatten. Sie mochte es.
Ich stand auf und machte einen Eintrag in ihr Chart. Patientin 7B-001 bereit für Phase 5. Psychologische Evaluation: Bereit. Erwartete Outcome: Vollständige Anpassung an Canine-Persona. Empfohlen: Termin nächste Woche.
Als ich zur Tür ging, sah ich sie im Spiegel. Sie kroch zu ihrer Ecke, zu dem Gummiknochen, den sie liebte. Sie nahm ihn zwischen die Pfoten, legte den Kopf schief, begann zu kauen.
Ein Mensch, der glücklich war, keiner mehr zu sein.
Ich schloss die Tür und atmete tief durch. Zimmer 4 wartete. Dolly. Die ehemalige Chirurgin, die jetzt nicht mal mehr ihre eigenen Schuhe binden konnte.
Wie viele von uns, fragte ich mich, wollen eigentlich nur aufhören zu sein, was wir sind?
Ich ging drei Türen weiter vorbei an der Station, wo Honey lag – still, wachsartig, kommunikationslos – und blieb vor der Tür zu Zimmer 3 stehen.
Dolly.
Ich tippte den Code ein, aber bevor ich die Klinke drückte, hielt ich inne. Durch die kleine Sichtscheibe konnte ich sie sehen. Sie saß auf ihrer speziellen Couch, einem Möbelstück, das wir extra für sie hatten anfertigen lassen. Hohe Lehne, breite Sitzfläche, seitliche Stützen, an denen sie sich abstützen konnte.
Sie saß perfekt aufrecht. Das musste sie. Wenn sie sich nach vorne neigte, kippten die Implantate ihren Schwerpunkt so weit nach vorne, dass sie hätte fallen können. Ihre Arme – in diesem permanenten Winkel von etwa 45 Grad nach vorne gedreht, als würde sie jemanden umarmen wollen – konnten nichts auffangen. Sie waren fixiert, die Schultergelenke operativ limitiert, die Muskeln verlängert und wieder vernäht in dieser Haltung.
Ich öffnete die Tür.
„Guten Morgen, Elena", sagte ich.
Sie drehte den Kopf. Langsam. Zu schnell bewegen konnte sie den nicht mehr, die Nackenmuskulatur war an die neue Balance ihrer Brüste angepasst worden, versteift, stabilisiert.
Ihr Gesicht... Gott, ihr Gesicht.
Als wir uns vor acht Jahren auf dem Chirurgenkongress getroffen hatten, hatte sie diesen strengen, intelligenten Blick gehabt. Die Augenbrauen immer leicht zusammengezogen, als würde sie alles und jeden analysieren. Jetzt waren diese Augenbrauen teilweise entfernt, die verbleibenden Härchen zu perfekten, hohen Bögen gezupft und permanent tätowiert. Ihr Mund stand leicht geöffnet, konnte nicht mehr ganz schließen. Die Gesichtsmuskeln, die für den Ausdruck von Sorge oder Konzentration zuständig gewesen waren, waren gelähmt, durchtrennt. Sie hatte immer diesen Ausdruck. Überrascht. Leer. Hübsch wie eine Puppe. Dumm wie eine Pupze.
„Doktor", sagte sie. Ihre Stimme war verändert. Höher. Nicht durch Training, durch chirurgische Verkürzung der Stimmbänder. Sie klang... niedlich. Unwissend. „Ich habe mich heute Nacht umgedreht. Im Schlaf."
Ich trat näher, mein Blick fiel automatisch auf ihre Brüste. 2000cc. Spezialanfertigung. Sie waren nicht nur groß, sie waren... unmöglich. Zu rund, zu hoch sitzend, zu straff. Keine natürliche Brust sah so aus. Keine natürliche Brust konnte so aussehen. Die Haut darüber war gespannt, glänzend, mit feinen Äderchen durchzogen, die wir mit speziellen Lasern hervorgehoben hatten für diesen Look von durchscheinender Fragilität.
„Hast du Schmerzen?" fragte ich und kniete vor ihr.
Sie schüttelte den Kopf. Langsam. Vorsichtig. „Nur ein Ziehen. Hier." Sie wollte auf ihre Brust zeigen. Ihr Arm bewegte sich nicht nach unten. Er konnte nicht. Er blieb in dieser Umarmungshaltung, die Finger leicht gekrümmt, als würden sie nach etwas greifen wollen, das nicht da war.
„Lass mich", sagte ich.
Ich stand auf, trat seitlich an sie heran. Berührte sie. Ihre Haut war kühl, die Implantate darunter fest wie Beton, aber mit einer gegebenen Nachgiebigkeit, die sie menschlich hielt. Ich tastete die Narben unter den Brustfalten. Fast unsichtbar. Meine beste Arbeit. Damals, als ich noch normale Brustvergrößerungen gemacht hatte, hatte Elena neben mir gestanden, hatte mir Tipps gegeben. Die Narbe gehört unter den Sulcus, hatte sie gesagt. Niemand will seine Operation sehen.
Jetzt war sie das Ergebnis meiner Operation. Und sie konnte ihre eigenen Narben nicht einmal mehr sehen. Ihre Arme reichten nicht hin.
„Du hast dich umgedreht", sagte ich. „Das ist gut. Das zeigt, dass die Muskeln sich anpassen. Die Implantate sind schwer, Elena. Sie ziehen dich nach vorne. Du musst lernen, gegenzuhalten."
„Ich weiß", sagte sie. Ihr Mund bewegte sich kaum. Die Lippen waren aufgespritzt, permanent geschwollen, immer leicht feucht. „Ich übe jeden Tag. Ich sitze aufrecht. Ich lasse mich nicht fallen."
Ich trat zurück, betrachtete sie. Die Art, wie sie da saß. Die Beine zusammengepresst – nicht wegen Anstand, weil sie die Muskelkontrolle für das Spreizen verloren hatte. Die Wirbelsäule gerade wie eine Stange. Die Arme in dieser ewigen, leeren Umarmung.
„Erinnerst du dich noch an die OP?" fragte ich.
Sie blinzelte. Langsam. Die Wimpern waren entfernt, durch permanente Tätowierung ersetzt, die wie perfekte Wimpern aussah. Kein Blinken mehr, nur dieses ständige, offene Starren.
„Nein", sagte sie. „Ich erinnere mich an das Erwachen. An das Gewicht. Es war... so schwer. Ich dachte, ich ertrinke. Aber dann wurde es leichter. Oder ich gewöhnte mich daran."
Ich nickte. Das war normal. Das Gehirn passte sich an. Es musste. Sonst wäre sie wahnsinnig geworden unter dem Gewicht ihrer eigenen Brüste.
„Deine Hände", sagte ich. „Hast du das Gefühl in den Fingern verloren?"
Sie schaute auf ihre Hände. Diese Hände, die einmal gehalten hatten, geschnitten hatten, geschrieben hatten. Jetzt hingen sie nutzlos in der Luft, die Finger leicht gekrümmt, die Nagelbetten permanent rosa lackiert, die Nägel selbst zu stumpfen, glänzenden Ovale abgefeilt. Sie konnte nichts greifen. Keinen Stift halten. Kein Telefon bedienen. Nicht einmal ihre eigene Nase putzen, ohne dass jemand ihr die Arme hochhielt.
„Ich spüre sie", sagte sie. „Aber sie gehorchen nicht. Es ist wie... wie Handschuhe. Dicke Handschuhe. Ich fühle Berührungen, aber ich kann nicht zurückfassen."
Ich nahm ihre Hand. Sie war warm, lebendig. Ich drückte sie. Sie drückte nicht zurück. Sie konnte nicht. Die Sehnen waren verlängert, die Muskeln in dieser Haltung fixiert. Ihre Hände waren zu Schmuckstücken geworden. Dekoration.
„Du hast Besuch heute", sagte ich leise.
Ihre Augen leuchteten auf. Das war der einzige Ausdruck, den ihr Gesicht noch zuließ. Dieses Puppen-Gesicht mit den großen, leeren Augen und dem halboffenen Mund. Aber in den Augen war Leben. Noch.
„Wann?"
„Um elf. Er hat neue Kleidung dabei. Rosa. Mit Schleifen."
Sie lächelte. Oder versuchte es. Die Mundwinkel bewegten sich kaum. Das Lächeln war in ihr Gesicht gelegt worden, nicht in ihre Muskeln.
„Er sagt, ich bin perfekt", sagte sie. „Er sagt, ich muss nichts mehr tun. Nur hübsch sein. Nur da sein."
Und das reicht dir? wollte ich fragen. Das reicht dir, nachdem du Leben gerettet hast? Nachdem du selbst operiert hast, zehn Stunden am Stück, konzentriert, präzise?
Aber ich fragte nicht. Ich wusste die Antwort. Sie hatte sie mir vor dem ersten Schnitt gegeben. Ich hasse es, verantwortlich zu sein, hatte sie geweint. Ich hasse es, dass alle erwarten, dass ich weiß, was ich tue.
„Du bist perfekt", sagte ich stattdessen. „Die Narben sind verheilt. Die Implantate sitzen stabil. In zwei Wochen können wir die nächste Phase besprechen."
Sie nickte. Vorsichtig. „Die... Kopfmodifikation?"
„Wenn du willst", sagte ich. „Die glattere Haut. Die kleineren Ohren. Das dauerhafte Schminken."
„Ja", sagte sie. Sofort. Ohne Zögern. „Ich will hübscher sein. Einfacher. Weniger... denken."
Ich machte einen Eintrag in mein Klemmbrett. Patientin 7B-003 bereit für Phase 3. Gesichtsverfeinerung. Psychologisch stabil. Keine Rückkehrwünsche dokumentiert.
Als ich zur Tür ging, hörte ich, wie sie sich umschaute. Wie sie versuchte, ihre Arme zu bewegen, um das Gleichgewicht zu halten. Wie sie leise stöhnte vor Anstrengung, weil sie aufstehen wollte und ihre Brüste sie nach vorne zogen.
Ich drehte mich nicht um. Ich kannte diesen Moment. Die Demütigung, Hilfe brauchen zu müssen. Das war Teil des Prozesses. Das war das, was sie wollte. Nicht mehr die starke Frau sein. Nicht mehr die kompetente Ärztin.
Nur noch Dolly. Nur noch hübsch und leer und leicht.
Ich schloss die Tür und lehnte mich einen Moment lang gegen den Flur. Atmete tief. Der Geruch von Desinfektionsmittel und dem süßen, schweren Duft ihrer Parfums – wir erlaubten ihnen spezielle Düfte, als Kompensation für alles andere – lag in der Luft.
Vor mir lag die Tür zu Zimmer 4. Honey. Die Stumme. Die Anonyme.
Ich wusste nicht einmal ihren richtigen Namen.
Und das, dachte ich, ist das Einzige, was mich nachts wach hält.
Ich straffte meinen Kittel und ging weiter.
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