Klassenkampf im Internat - eine Tragödie aus der Spätzeit des deutschen Kaiserreichs - Chapter 10 | Fet Library

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Birke Becker presents

Klassenkampf im Internat - eine Tragödie aus der Spätzeit des deutschen Kaiserreichs

5.0 (6)

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Chapter 10 of 17

Chapter 10

Zwei Wochen waren vergangen, zwei Wochen voller Schmerz und Demütigung. Annegrets Körper war eine einzige Wunde, aber ihre Seele war gehärtet. Sie hatte gelernt, den Blick der Mädchen zu ertragen, die Schläge zu ignorieren, die Drohungen zu überhören. Sie lebte nur noch für den Tag ihrer Freiheit.

An diesem Abend war die Burg in ein Meer von Lichtern getaucht. Musik erklang aus dem großen Ballsaal, und die Kutschen der Gäste rollten unaufhörlich in den Burghof. Es war der große Ball des Prinzen, ein „Mittelalter“-Thema, wie Annegret von den Mägden gehört hatte. Sie war angewiesen worden, in der Küche zu helfen, die Speisen für die vielen Gäste vorzubereiten.

Plötzlich wurde Annegret von Frau Schmidt aus der Küche geholt. „Kommen Sie, Lutz. Der Prinz hat eine besondere Aufgabe für Sie.“

Annegret spürte eine kalte Angst in sich aufsteigen. Eine besondere Aufgabe?

Sie wurde in einen abgelegenen Teil der Burg geführt, in den alten Folterkeller. Der Raum war dunkel und feucht, erfüllt vom Geruch von altem Stein und Verfall. An den Wänden hingen Ketten, und in der Mitte stand ein massiver Streckbank. Der Prinz stand bereits dort, umgeben von einer Gruppe seiner Gäste, alle in prächtigen mittelalterlichen Kostümen. Auch Klothilde und ihre Freundinnen waren anwesend, ihre Gesichter strahlten vor Aufregung.

„Meine Damen und Herren!“, rief der Prinz, seine Stimme hallte in dem Gewölbe. „Willkommen in unserem historischen Folterkeller! Heute Abend möchte ich Ihnen eine kleine… Darbietung bieten, die Ihnen einen Einblick in die Vergangenheit unserer Burg geben wird. Wir werden Ihnen zeigen, wie hier einst die Gerechtigkeit vollzogen wurde.“

Einige Gäste kicherten, andere sahen neugierig drein. Annegrets Magen zog sich zusammen. Sie war das Opfer. Sie war die Darbietung.

„Entkleiden Sie sich, Lutz!“, befahl Klothilde, ihre Stimme war scharf und triumphierend. „Und legen Sie sich auf die Streckbank! Zeigen Sie unseren Gästen, was geschieht, wenn man sich den Regeln widersetzt!“

Annegret gehorchte mechanisch, ihre Hände zitterten, als sie ihr grobes Leinengewand ablegte. Die Blicke der Gäste brannten auf ihrer nackten Haut. Sie legte sich auf die kalte, harte Streckbank, mit dem Rücken auf dem Holz, ihre Arme und Beine wurden von den Dienern festgeschnallt. Sie lag da, nackt und hilflos, vor den Augen der versammelten Gesellschaft. Die Scham war überwältigend.

Der Prinz trat vor, ein dünner Rohrstock in seiner Hand. „Dies ist eine Demonstration, meine Freunde“, sagte er, seine Stimme war ruhig. „Eine Lektion in Gehorsam und Demut. Und eine Erinnerung daran, dass die Gerechtigkeit, auch wenn sie manchmal hart ist, immer ihren Lauf nimmt.“

Er nickte einem Diener zu, der an einem großen Rad am Ende der Streckbank stand. Ein leises Knarren erfüllte den Raum, als der Diener das Rad langsam drehte. Annegret spürte, wie ihre Gliedmaßen straff gezogen wurden, ihre Schultern und Hüften begannen zu schmerzen. Ein leises Wimmern entwich ihren Lippen, als der Druck zunahm. Der Prinz beobachtete das Spektakel mit einem kalten, fast wissenschaftlichen Interesse. Klothilde und ihre Freundinnen lächelten, ihre Augen glänzten vor Genugtuung.

Der Diener drehte das Rad weiter. Annegrets Körper spannte sich bis zum Äußersten, ihre Muskeln zitterten unkontrolliert. Ein markerschütternder Schrei entwich ihrer Kehle, als der Schmerz unerträglich wurde. Sie spürte, wie ihre Gelenke knirschten, wie ihre Sehnen sich bis zum Zerreißen dehnten. Die Gäste beobachteten das Spektakel, einige wenige mit Abscheu, die meisten anderen mit einer seltsamen Faszination. 

Als der Prinz schließlich nickte, hörte der Diener auf, das Rad zu drehen. Annegret lag keuchend und zitternd auf der Streckbank, ihr Körper war ein einziger Schmerz. Doch die Folter war noch nicht vorbei.

Der Kammerdiener hatte nun eine neunschwänzige Katze in der Hand. Die Lederriemen des Peitschenendes sahen dünn und scharf aus.„Unser Kammerdiener wird Ihnen nun eine historische Züchtigung vorführen“, sagte der Prinz, seine Stimme war kühl und sachlich. „Eine Methode, die einst verwendet wurde, um den Willen zu brechen und Gehorsam zu erzwingen.“

Der Kammerdiener hob die neunschwänzige Katze. Ein leises Zischen erfüllte den Raum, als die Riemen durch die Luft schnitten. Der erste Hieb traf Annegrets Oberschenkel mit einem scharfen, peitschenden Knall. Annegret schrie auf, ein markerschütternder Schrei, der durch den Keller hallte. Der Schmerz war unerträglich, ein brennendes Gefühl, das sich über ihre Haut ausbreitete. Die dünnen Riemen hinterließen sofort rote Striemen.

Der Kammerdiener schlug weiter, seine Bewegungen waren präzise und unerbittlich. Der nächste traf Annegrets Bauch, der nächste dann wieder ihre Oberschenkel, aber näher an ihrer Scham, als vorher. Auch der nächste, der wieder den Bauch traf, bewegte sich in Richtung ihrer Weiblichkeit. Zehn Hiebe ging das so weiter. . Annegret wimmerte, ihre Tränen flossen ungehindert. Ihr Körper zuckte unkontrolliert, während die Peitschenhiebe auf sie niederprasselten. Die Gäste beobachteten das Spektakel, einige mit Abscheu, andere mit einer seltsamen Faszination. Klothilde und ihre Freundinnen lächelten, ihre Augen glänzten vor Genugtuung.

Als der Kammerdiener schließlich aufhörte, war Annegrets Gesäß ein blutunterlaufener, geschwollener Klumpen, übersät mit tiefroten Striemen. Sie lag keuchend auf der Streckbank, ihr Körper zitterte unkontrolliert. Doch die Demütigung war noch nicht vorbei.

„Und nun, meine Damen und Herren“, sagte der Prinz, seine Stimme war erfüllt von einer seltsamen Befriedigung, „möchte ich Ihnen zeigen, wie die… moralische Reinigung vollzogen wurde.“

Er nickte einem Diener zu, der mit einem Eimer und einem großen Schwamm herbeikam. Der Eimer war mit eiskaltem Salzwasser gefüllt. Der Diener tauchte den Schwamm in das Wasser und begann, Annegrets schmerzende Haut damit abzuwischen. Der Schmerz war unerträglich, Annegret schrie auf, ihr Körper verkrampfte sich. Doch der Diener wischte weiter, unerbittlich, bis das Salz in den offenen Wunden brannte.

Die Gäste beobachteten das Spektakel, ihre Gesichter waren eine Mischung aus Schock und Faszination. Annegret lag da, ihr Körper zitterte, ihr Geist war am Rande des Zusammenbruchs. Doch selbst in diesem Moment der tiefsten Erniedrigung regte sich in ihr ein letzter Funke Widerstand. Sie würde überleben. Sie würde niemals vergessen. Und eines Tages würde sie frei sein.

Die Gäste beobachteten das Spektakel, ihre Gesichter waren eine Mischung aus Schock und Faszination. Annegret lag da, ihr Körper zitterte, ihr Geist war am Rande des Zusammenbruchs. Doch selbst in diesem Moment der tiefsten Erniedrigung regte sich in ihr ein letzter Funke Widerstand. Sie würde überleben. Sie würde niemals vergessen. Und eines Tages würde sie frei sein.


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