Beratungsgespräch - Eine Fortsetzung der Internatsgeschichte von orsgeschichten - Chapter 18 | Fet Library

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Birke Becker presents

Beratungsgespräch - Eine Fortsetzung der Internatsgeschichte von orsgeschichten

4.6 (9)

Extreme
Heavy
Light

Chapter 18 of 34

Alina v. Linda

Lirpa gab den Präfekten ein Zeichen. Sie traten vor, ergriffen Linda und zogen sie auf die Füße. Zwei weitere Präfekten traten zu Alina, die sich nicht wehrte. Sie stand nur da, ihre teure Seidenkleidung plötzlich eine spöttische Verkleidung, ihre polierte Fassade zerbrochen, und in ihren Augen lag derselbe Ausdruck der totalen, ausweglosen Verdammnis, den Linda so oft bei sich selbst gesehen hatte.

Sie wurden aus dem Amphitheater geführt, die Lehrerin und die Schülerin, beide nun Konkurrentinnen in ihrer bevorstehenden Qual. Sie wurden weitergetrieben, in Richtung des weißen Raumes, der nun seinen Namen trug. In einen Wettkampf, bei dem der Preis die Freiheit von dieser Hölle war, und der Einsatz die ewige Verdammnis darin. Sie waren nicht mehr Hammer und Nagel. Sie waren nur noch zwei Gladiatoren, die in eine Arena geführt wurden, aus der nur eine lebend herauskommen würde.

Der Korridor, der zur Bestrafungssuite führte, war lang und in ein kaltes, schattenloses Licht getaucht. Jeder Schritt, den die Präfekten Linda und Alina vorwärts zwangen, hallte von den grauen Wänden wider, ein unerbittlicher Countdown zu ihrer gemeinsamen Verdammnis. Nach dem Urteil hatte man Linda eine einfache, raue Robe gereicht, um ihre Nacktheit für den Gang zur Suite zu bedecken. Alina, immer noch in ihrem makellosen Seidenanzug, ging mit einer starren, unnatürlichen Aufrechtheit, ihr Gesicht eine Maske aus Porzellan, die jeden Moment zu zerspringen drohte. Sie sahen sich nicht an. Das gemeinsame Versagen lag wie ein Leichentuch zwischen ihnen.

Sie passierten den dunklen Zuschauerraum, dessen Tür offen stand. Ein leises, erwartungsvolles Murmeln drang heraus, das Geräusch einer Menge, die auf den Beginn des Spektakels wartet. Dann erreichten sie die schwere Stahltür am Ende des Ganges. Über ihr leuchtete nun ein neues, dezent eingraviertes Schild aus poliertem Messing: „Van der Meer Strafsuite“.

Die Tür summte und glitt lautlos auf, um den Blick auf einen Raum freizugeben, der sich verändert hatte. Er war immer noch weiß, immer noch gleißend hell, aber die sterile, fast medizinische Atmosphäre war einer kälteren, technokratischeren Ästhetik gewichen. Der Boden war nicht mehr aus glattem Polymer, sondern aus poliertem, schwarzem Basalt, der das Licht schluckte. Die Wände waren mit Paneelen aus gebürstetem Edelstahl verkleidet, in die komplizierte, leise summende Schaltkreise eingelassen waren. Und in der Mitte des Raumes stand nicht mehr die eine, vertraute Maschine.

An ihrer Stelle standen zwei identische Apparaturen, nebeneinander wie zwei grausame Throne. Sie waren schlanker, bedrohlicher, ein Albtraum aus schwarzer Karbonfaser, poliertem Chrom und transparenten Röhren, in denen eine bläuliche Flüssigkeit langsam pulsierte. Die gepolsterten Liegen waren ergonomisch geformt, um den Körper in einer Position maximaler Verletzlichkeit zu halten. Die Manschetten für die Gliedmaßen waren nicht mehr nur einfache Fesseln; sie waren komplexe Vorrichtungen, übersät mit Dutzenden von winzigen Sensoren, die wie Insektenaugen im Licht funkelten. Und die mechanischen Arme, die über den Liegen schwebten, waren zahlreicher, filigraner und endeten in einer schwindelerregenden Vielfalt von Aufsätzen, die Linda noch nie zuvor gesehen hatte.

An der gegenüberliegenden Wand war die Glasscheibe zum Zuschauerraum nun eine riesige, ununterbrochene, gewölbte Fläche, die den Beobachtern einen perfekten, intimen Blick auf das Geschehen bot. Was die beiden Mädchen nicht wussten: Über der Glaswand hing eine Reihe von UHD-Monitoren, die den Zuschauern gestochen scharfe Großaufnahmen der bestraften Körperteile und der schmerzverzerrten Gesichter lieferten und so eine noch tiefere, klinischere Perspektive ermöglichten. Lirpa, van der Meer, der Industrielle und der Richter saßen bereits in der ersten Reihe, ihre dunklen Anzüge hoben sich von den anonymen Silhouetten der Schüler hinter ihnen ab.

Die computerisierte Stimme, die aus den Wänden zu kommen schien, war ebenfalls neu. Sie war nicht mehr emotionslos weiblich. Sie war tiefer, resonanter, geschlechtslos und von einer absoluten, unpersönlichen Autorität. Sie erinnerte an Hal aus „2001“. 

„Willkommen in der Van der Meer Strafsuite“, sagte die Stimme. „Die heutigen Subjekte sind: Alina, die Lehrerin. Linda, die Schülerin. Das heutige Protokoll ist: Korrektur für gemeinsames Versagen.“

Die Präfekten führten sie zu den Maschinen. „Legen Sie Ihre Kleidung ab“, befahl die Stimme.

Alina zog sich mit langsamen, präzisen Bewegungen aus, als würde sie eine letzte, trotzige Performance abliefern. Sie faltete ihren teuren Seidenanzug ordentlich und legte ihn auf einen dafür vorgesehenen Edelstahlschemel. Linda tat es ihr nach und ließ die raue Robe zu Boden gleiten.

Nackt standen sie nebeneinander, die Meisterin und ihr fehlerhaftes Werk, die blonde, vollendete Frau und das jüngere, von Narben gezeichnete Mädchen.

„Bevor die Korrektur beginnt, wird eine kurze Einführung in die durch die großzügige Spende von Herrn van der Meer ermöglichten System-Upgrades gegeben“, fuhr die Stimme fort, als würde sie eine Produktpräsentation halten.

Auf einem großen Bildschirm, der sich aus einer der Wände senkte, erschienen schematische Darstellungen.

„Upgrade Eins: Neuro-Response-Sensoren. Die Fesseln an Hand- und Fußgelenken sowie die Fixierungen an Rumpf und Kopf sind nun mit einem Netz aus biometrischen Sensoren ausgestattet. Diese messen in Echtzeit Herzfrequenz, Hautleitwert, Muskelkontraktionen und Alpha-Wellen-Aktivität im Gehirn. Die zentrale KI analysiert diese Daten, um den Zustand des Subjekts zu überwachen. Das System moduliert die Intensität der Stimulation, um eine vorzeitige Bewusstlosigkeit durch Schmerzüberflutung zu verhindern und die pädagogische Effektivität über die gesamte Dauer der Sitzung zu maximieren. Sollte das Subjekt versuchen, sich dem Schmerz durch Dissoziation zu entziehen oder eine Toleranzschwelle zu erreichen, erhöht die KI automatisch die Intensität oder wechselt die Stimulationsmethode, um die volle Aufmerksamkeit des Nervensystems wiederherzustellen.“

Ein leises, anerkennendes Murmeln ging durch den Zuschauerraum.

„Upgrade Zwei: Targeted Agony Modules (TAMs). Die multifunktionalen Arme wurden durch spezialisierte, hochpräzise Module ersetzt, die für die gezielte Stimulation spezifischer Nervenzentren entwickelt wurden.“

Das Schema auf dem Bildschirm zoomte auf die neuen Aufsätze.

„Das Genital-Modul verfügt über rotierende Mikro-Paddel aus Silikonkarbid für eine schnelle, oberflächliche Nervenstimulation; subsonische Vibratoren, die einen tiefen, resonierenden Schmerz im Gewebe erzeugen; und ein Array von Präzisions-Elektrostimulationsknoten für gezielte Muskelkontraktionen. Geschlechtsspezifische Aufsätze sind vorhanden.“

„Das Anal-Modul umfasst nun kryo-thermische Sonden, die in der Lage sind, schnelle Zyklen von intensiver Kälte und Hitze zu erzeugen, um eine maximale Schockreaktion ohne Gewebeverbrennung zu erzielen. Zusätzlich sind interne Sonden mit der Fähigkeit zur Abgabe niederfrequenter elektrischer Impulse integriert.“

„Das Brust-Modul wurde mit pneumatischen Klemmen ausgestattet, deren Druck stufenlos von sanftem Kneifen bis zu knochenbrechender Kraft reguliert werden kann. Ergänzt werden diese durch Vakuumsaugnäpfe mit variabler Saugkraft und mikrofeine Elektrodennadeln, die in der Lage sind, einzelne Nervenenden in der Areola zu stimulieren.“

Linda spürte, wie sie schwach wurde. Das war keine Bestrafung mehr. Das war eine vivisektionistische Wissenschaft.

„Das Ziel des neuen Systems ist nicht mehr die bloße Korrektur von Fehlverhalten“, schloss die Stimme. „Das Ziel ist die De- und Rekonstruktion der Schmerz- und Lustreaktion des Subjekts, um eine neue, bedingungslose Ebene des Gehorsams zu schaffen. Das Protokoll für heute lautet: Ein Wettkampf. Die Korrektur wird in drei abwechselnden, kumulativen Phasen durchgeführt. Die Neuro-Response-Sensoren werden die kumulative Summe aller unwillkürlichen Reaktionen beider Subjekte messen. Das Subjekt mit dem niedrigeren Gesamtwert am Ende der Sitzung wird als Siegerin deklariert. Die Verliererin verbleibt im Institut. Die Siegerin verlässt es. Möge die bessere… Kandidatin… gewinnen.“

Die Stimme machte eine Pause. „Nehmen Sie Position auf den zugewiesenen Liegen ein.“

Linda wusste, es gab keinen Ausweg. Sie legte sich auf die rechte Liege. Die mit Sensoren besetzten Manschetten schlossen sich um ihre Hand- und Fußgelenke, um ihre Taille und ihre Stirn. Sie war völlig bewegungsunfähig. Ihr Kopf wurde von der Halterung in die perfekte Position gedreht, um jeden Aspekt von Alinas Qual mit ansehen zu müssen.

Neben ihr wurde Alina in die gleiche Position gezwungen. Ihr Gesicht war kreidebleich, aber ihre Augen brannten vor einem kalten, hilflosen Hass, der direkt auf Linda gerichtet war.

„Korrektur beginnt“, verkündete die Stimme. „Der Wettkampf um Ihre Zukunft beginnt jetzt.“

Phase Eins: Brust

„Gemäß dem Prinzip der Verantwortung beginnt die Lehrerin“, sagte die Stimme. Der mechanische Arm über Alina senkte sich langsam herab. Es war das Brust-Modul. „Subjekt Alina: Pneumatische Kalibrierung.“

Die pneumatischen Klemmen fuhren aus und positionierten sich mit unheimlicher Präzision um Alinas Brustwarzen. Langsam, unendlich langsam, begannen sie sich zu schließen. Alinas Atem ging schneller, ihre Finger krallten sich in die Polsterung der Liege. Sie schloss die Augen.

„Negative Reaktion registriert“, sagte die Stimme. „Das Schließen der Augen wird als Versuch der Dissoziation gewertet und mit Strafpunkten belegt.“

Der Druck der Klemmen nahm zu. Ein leises Keuchen entwich Alinas Lippen. Linda starrte, unfähig, den Blick abzuwenden, wie die Haut sich unter dem Druck weiß färbte. Dann begannen die Vakuumsaugnäpfe ihre Arbeit, zogen und zerrten an dem empfindlichen Gewebe. Alinas Körper spannte sich an, ein Bogen aus reiner Agonie. Und dann kamen die Nadeln. Winzige, blitzende Funken schossen über ihre Brust, jeder einzelne ein Stich aus weißglühendem Feuer. Alinas Schrei war der Schrei einer Person, die absolute Kontrolle gewohnt war und sie nun auf die brutalste Weise verlor. Es war ein Schrei des Unglaubens, des Verrats, des reinen Schmerzes.

Der Arm über Alina zog sich zurück und der über Linda senkte sich. „Subjekt Linda: Pneumatische Kalibrierung.“

Linda wusste, was kam. Sie hatte es gerade gesehen. Die Erwartung war eine eigene Form der Folter. Sie starrte in Alinas hasserfüllte Augen und versuchte, ihren eigenen Körper zu beherrschen. Die Klemmen schlossen sich. Sie keuchte, aber sie unterdrückte den Schrei. Der Druck nahm zu. Sie biss die Zähne zusammen. Die Saugnäpfe begannen ihre Arbeit. Ihr Körper zuckte, aber sie blieb stumm. Dann kamen die Nadeln. Der Schmerz war unvorstellbar, aber sie konzentrierte sich auf den Gedanken an den cremefarbenen Hosenanzug, an die Limousine, an die Flucht. Ein leises, gequältes Wimmern entkam ihr, aber es war kein Schrei.

„Die Schülerin führt die nächste Methode ein“, sagte die Stimme. Der Arm über Linda senkte sich erneut. „Subjekt Linda: Sensorische Überlastung.“

Linda keuchte. Die subsonische Vibration begann, tief und Übelkeit erregend. Sie hatte keine Kraft mehr zu kämpfen. Sie schrie, ein langer, unkontrollierter Schrei der totalen Erschöpfung. Als die chaotischen Saugnäpfe ihre Arbeit mit einer brutalen, reißenden Kraft begannen, verwandelte sich ihr Schrei in ein heiseres Würgen.

Der Arm wechselte. „Subjekt Alina: Sensorische Überlastung.“

Alinas Körper war schlaff, ihre Augen leer. Als die subsonische Vibration begann, reagierte sie kaum. Sie schien jenseits des Schmerzes zu sein. Doch die KI war unerbittlich. „Subjekt zeigt keine adäquate Reaktion. Intensität wird um 200% erhöht.“ Ein heiserer, fast unhörbarer Schmerzenslaut kam aus Alinas Kehle.

„Phase Eins abgeschlossen.“

Phase Zwei: Genital

„Die Lehrerin führt vor“, sagte die Stimme. Der Arm über Alina senkte sich. Es war das Genital-Modul. „Subjekt Alina: Neuronale Neuordnung.“

Alinas leerer Blick füllte sich mit Entsetzen, als sie die nadelartigen Elektroden sah. Dies war die sogenannte „Neuronale Neuordnung“, eine Methode, die darauf abzielte, jede antrainierte Schmerztoleranz zu umgehen. Die Elektroden drangen nicht in die Haut ein. Stattdessen gaben sie aus nächster Nähe extrem starke, kurze Stromstöße ab – reine, unverdünnte Schmerzimpulse, die das Nervensystem direkt überlasteten. Der erste „Blitz“ traf sie, und ihr Körper bäumte sich in einem letzten, verzweifelten Krampf auf. Ihr Schrei war der eines Tieres, das in einer Falle gefangen ist, ein Laut, der aus einem Ort jenseits jeder Kontrolle kam.

Der Arm wechselte zu Linda. „Subjekt Linda: Neuronale Neuordnung.“

Linda sah die Elektroden. Sie wusste, was kam. Sie schloss die Augen, ein letzter Akt des Trotzes, aber sie wusste, dass sie der Qual nicht entkommen konnte. Als der erste Blitz sie traf, war ihr Geist bereits an einem dunklen, fernen Ort, aber ihr Körper blieb zurück, zuckend und schreiend.

„Die Schülerin führt die nächste Methode ein“, verkündete die Stimme. Der Arm über Linda senkte sich. „Subjekt Linda: Genitale Dekonstruktion.“

Zwei kleinere, filigrane Greifer ergriffen ihre äußeren Schamlippen und zogen sie langsam, aber bestimmt auseinander. Lindas Schrei war ein erstickter Laut der ultimativen Demütigung. Dann begannen die Mikro-Paddel zu rotieren. Ihre Schreie waren kein zusammenhängender Laut mehr, sondern ein unzusammenhängendes Stakkato aus Schmerz und Schock. Kaum hatten die Paddel ihre Arbeit beendet, fuhren die subsonischen Vibratoren aus und drangen in sie ein. Ein tiefer, kehliger Laut des Elends kam aus ihrer Kehle.

Der Arm zog sich zurück und der über Alina senkte sich. „Subjekt Alina: Genitale Dekonstruktion.“

Alina hatte gesehen, was kam, aber die Realität war schlimmer. Als die Greifer sie öffneten, stieß sie einen Laut der Demütigung aus, der noch lauter war als der von Linda. Ihre Schreie waren schrill und unkontrolliert, als die Mikro-Paddel sie trafen. Als die Vibratoren in sie eindrangen, bäumte sich ihr Körper in einem heftigen Krampf auf, ein verzweifelter, nutzloser Versuch, der mechanischen Vergewaltigung zu entkommen.

„Phase Zwei abgeschlossen.“

Phase Drei: Anal

„Die Lehrerin führt vor“, sagte die Stimme. Der dritte Arm, das Anal-Modul, fuhr in Position über Alina. „Subjekt Alina: Druckkalibrierung.“

Diese Methode war darauf ausgelegt, den tiefsten, innersten Widerstand zu brechen. Eine einzelne, glatte Sonde aus schwarzem Polymer senkte sich herab und wurde langsam, aber unaufhaltsam in ihren Anus eingeführt. Es war kein scharfer Schmerz, nur ein invasiver, demütigender Druck. Alinas Körper, der bereits am Rande des totalen Zusammenbruchs stand, reagierte kaum.

„Interne Expansion wird eingeleitet“, meldete die KI.

Die Sonde begann sich langsam auszudehnen. Ein Gefühl unerträglichen Drucks baute sich in ihrem Inneren auf, als würde sie von innen heraus zerrissen werden. Es war ein tiefer, mahlender Schmerz, der sich durch ihr ganzes Becken zog. Ein leises, fast unhörbares Wimmern kam aus ihrer Kehle.

„Neuro-Response-Sensoren registrieren maximale Stresswerte“, meldete die KI. „Niederfrequente Vibration wird hinzugefügt, um die Dissoziation zu durchbrechen.“

Ein tiefes, grollendes Vibrieren begann, das sich von der Sonde aus durch ihren ganzen Körper ausbreitete. Der Druck und die Vibration verschmolzen zu einer einzigen, unerträglichen Welle der Qual. Ihr Körper zuckte leicht, aber ihre Augen blieben leer. Nur die wild ausschlagenden Linien auf dem Monitor im Zuschauerraum verrieten die stillen Schreie ihrer Nerven.

Der Arm wechselte. „Subjekt Linda: Druckkalibrierung.“

Linda, die Alinas Qual mit ansehen musste, war bereits nicht mehr bei Bewusstsein. Ihr Geist war an einen Ort geflohen, den der Schmerz nicht erreichen konnte. Aber ihr Körper war noch da. Die Maschine wiederholte die Prozedur mit unbarmherziger Präzision. Die Sonde drang ein. Die Expansion begann. Und als die Vibration einsetzte, reagierte ihr Körper mit reinem Instinkt. Er bäumte sich auf, krümmte sich und zuckte in einer Serie unkontrollierbarer, heftiger Krämpfe, ein letztes, sinnloses Aufbäumen gegen die totale Vernichtung.

„Die Schülerin führt die finale Methode ein“, sagte die Stimme. Der Arm über Linda senkte sich. „Subjekt Linda: Finale Rekalibrierung.“

Linda sah die leeren Augen von Alina und wusste, dass sie kurz davor war, selbst diesen Punkt zu erreichen. Dies war die sogenannte „Finale Rekalibrierung“, eine Methode, die darauf abzielte, den Verstand selbst zu brechen. Das Instrument war die kryo-thermische Sonde, die in der Lage war, ihre Temperatur in Sekundenbruchteilen von extremer Kälte zu sengender Hitze zu ändern. Die Kälte war eine brutale Invasion, die ihr den Atem raubte und einen Schrei auslöste, der sich anfühlte, als würde er ihre Lungen zerreißen. Kaum hatte ihr Nervensystem den Kälteschock registriert, wechselte die Sonde zu sengender Hitze. Der Wechsel war eine Explosion aus reinem Feuer. Dieser unerbittliche Zyklus aus widersprüchlichen, extremen Schmerzsignalen war eine Form der sensorischen Überlastung, die jede Möglichkeit der mentalen Abwehr zerstörte. Ihr Verstand, der bereits durch das Miterleben von Alinas Qual am Rande des Abgrunds stand, zerbrach unter der Last der chaotischen Reize. Sie war nur noch ein Nervenbündel, das auf die unerbittlichen Impulse reagierte.

Der Arm zog sich zurück und fuhr über Alina. „Subjekt Alina: Finale Rekalibrierung.“

Alinas Schrei, als die erste Welle intensiver Kälte in sie eindrang, war unmenschlich. Ihr Körper bäumte sich so heftig auf, dass die Fesseln ächzten. Der unerbittliche Zyklus aus Kälte und Hitze löschte den letzten Funken ihres Bewusstseins aus.

„Phase Drei abgeschlossen. Bestrafung beendet.“


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