Novella
Birke Becker presents
4.6 (9)
Chapter 20 of 34
Montag
Der erste Morgen war ein brutales Erwachen. Eine schrille Glocke riss sie aus einem unruhigen, albtraumhaften Schlaf. Ein Präfekt, ein Junge, dessen Namen sie vergessen hatte, riss die schwere Eisentür auf. „Aufstehen!“, knurrte er. „Zeit für den Unterricht.“
Sie erhielt keine Uniform. Ihre Bestrafung, so hatte Lirpa es verfügt, war permanent. Sie würde ihren Abschluss machen, aber sie würde es als das tun, was sie in seinen Augen war: ein entblößtes, gebrochenes Stück Fleisch. Nackt. Für den Rest ihrer Schulzeit. .
Der Gang zum Klassenzimmer. Die Schüler, die sie dereinst als Vorzimmerdame des Professors gekannt hatten, starrten sie nun mit einer Mischung aus Verachtung und triumphierender Neugier an. Sie tuschelten, kicherten, wichen ihr aus. Die Lehrer blickten nun mit einer Mischung aus Verachtung und triumphierender Genugtuung durch sie hindurch. Für sie war sie immer nur Lirpas Edelprostituierte gewesen, die Mentorin für die schmutzigen Lektionen. Nun war sie nicht einmal mehr das. Sie war gefallen, tiefer als jede normale Schülerin. Sie war ein wandelndes Exponat, eine Lektion in Demut.
Ihre erste Stunde war Geschichte bei Dr. Weber. Als sie den Raum betrat, verstummten die Gespräche. Sie ging zu dem einzigen leeren Platz in der letzten Reihe, ihre nackte Haut brannte unter den Blicken. Der harte Holzstuhl war eine Qual für ihr geschundenes Gesäß.
Dr. Weber begann den Unterricht, als wäre sie nicht da. Er sprach über die Römische Republik, über die Machtkämpfe zwischen Patriziern und Plebejern. Alina kannte das alles. Sie hatte dieses Thema selbst unterrichtet. Die Fakten waren in ihrem Kopf, aber sie waren verschüttet unter Schichten von Trauma und Schmerz.
„Alina“, sagte Dr. Webers kalte Stimme plötzlich. Sie zuckte zusammen. Er hatte sie nie beim Vornamen genannt.
„Nennen Sie mir die drei Hauptgründe für den Zusammenbruch der Römischen Republik.“
Stille. Alina starrte ihn an. Ihr Verstand war eine leere, weiße Wand. Sie wusste die Antwort. Sie wusste, dass sie sie wusste. Die Gracchen. Die Heeresreform des Marius. Sullas Diktatur. Aber die Worte kamen nicht. Ihr Gehirn, das darauf trainiert war, auf Schmerz und Befehle zu reagieren, versagte bei dieser einfachen, akademischen Abfrage.
„Wir warten“, sagte Dr. Weber, seine Stimme war von eisiger Geduld erfüllt.
„Ich… ich weiß es nicht“, flüsterte sie.
„Wie enttäuschend“, sagte er tonlos. „Aber nicht unerwartet. Es scheint, Ihr Gedächtnis wurde durch Ihre… jüngsten Erfahrungen beeinträchtigt. Das erfordert eine unmittelbare Korrektur, um die Synapsen neu zu justieren. Treten Sie vor.“
Zitternd stand sie auf und ging nach vorne.
„Normalerweise würde ich eine teilweise Entkleidung, also ablegen der Kleidung am Oberkörper, anordnen. Das ist aber bei Ihnen hinfällig. Der Professor hat uns aber, speziell für Sie, einen alternativen Strafkatalog erstellt. Statt den Oberkörper zu entblößen, werden sie für den Rest der Stunde von Schüler zu Schüler gehen und ihre Brüste von diesen berühren und kneten lassen. Danach erhalten Sie fünf Schläge mit dem Lineal auf dieselben.“
Er redete weiter über Sulla, während Alina gehorchte. Sie ging von Pult zu Pult … egal, ob daran ein Junge oder ein Mädchen saß, und ließ sich begrapschen… Das dauerte fast bis zum Ende der Stunde, die meisten Jungs und einige Mädchen ließen sich Zeit… dann noch die fünf Schläge … alles schmerzhaft, aber nichts, gegen die Strafen der Maschine.
Dienstag
Der Dienstag war schlimmer. Die Neuheit ihrer Demütigung war verflogen und hatte einer grausamen Routine Platz gemacht. Im Französischunterricht bei Monsieur Dubois wurde sie erneut abgefragt. Diesmal wusste sie die Antwort. Sie stammelte die Konjugation eines unregelmäßigen Verbs, ihre Stimme war brüchig, aber korrekt.
„Nicht gut genug“, sagte Monsieur Dubois. „Ihre Aussprache ist unklar. Ihre Haltung ist unterwürfig. Sie sprechen nicht wie eine Schülerin, sondern wie eine Bittstellerin. Normalerweise würde ich für den Rest des Unterrichts eine Nacktstrafe verhängen. Bei Ihnen geht das ja schlecht. Aber der Professor hat vorgesorgt. Knien Sie sich mit dem Gesicht zur Wand. Kopf runter auf den Boden. Ziehen sie Ihre Gesäßbacken auseinander. Sie werden für den Rest der Stunde so verharren.“ Sie gehorchte. Während der Rest der Klasse dem Unterricht folgte, kniete sie nackt in der Ecke, eine Statue der Scham, und starrte auf den Linoleumboden des Klassenzimmers, während ihre Klassenkameraden auf ihre offenen Löcher starrten …
Der Nachmittag brachte keine Erleichterung. Im Sportunterricht bei Frau Schmidt wurde ihre Nacktheit zu einer Waffe gegen sie. Frau Schmidt ließ sie nicht einfach am Rand stehen. „ Alina“, bellte die Lehrerin, ihre Stimme hallte in der riesigen Turnhalle wider. „Du bist nicht hier, um untätig zu sein. Du bist hier, um zu lernen. Schließe dich der Bodenturngruppe an. Dehnübungen.“ Alina gehorchte mechanisch und ging zu der Gruppe von Mädchen, die auf dem weichen blauen Mattenteppich saßen. Sie wich ihren Blicken aus. „Grätschsitz“, befahl Frau Schmidt. Während die anderen Mädchen in ihren blauen Shorts die Übung machten, musste Alina nackt ihre Beine so weit wie möglich spreizen. Ihre Scham war den Blicken der gesamten Halle ausgesetzt. „Weiter!“, schrie Frau Schmidt und drückte mit ihrem Fuß brutal auf Alinas Rücken, zwang sie tiefer in die Dehnung, bis ein Schmerzensschrei aus ihr herausbrach. „Das ist die Haltung des Gehorsams. Offen. Verletzlich. Merkt es euch alle.“ Manchmal, wenn sie dachte, niemand würde sie beobachten, sah sie die neuen Präfekten bei einer Übung. Angeführt von einer kühlen, effizienten Isabelle, die sie selbst einst ausgebildet hatte. Sie bewegten sich mit der gleichen kalten Präzision, die sie ihnen beigebracht hatte. Sie waren ihre Erben. Und sie war das Anschauungsobjekt.
An diesem Abend wurde sie nicht in Ruhe gelassen. Zwei Präfekten holten sie aus ihrer Zelle. Sie dachte, es sei bereits Samstag, die Zeit war für sie bedeutungslos geworden. Aber es war erst Dienstag.
Sie wurde nicht in die Suite gebracht, sondern in einen der kleineren, fensterlosen Korrekturräume. Isabelle wartete dort, in ihrer Hand hielt sie einen Rohrstock.
„Deine Leistungen im Unterricht waren unzureichend“, sagte Isabelle, ihre Stimme war eine perfekte, emotionslose Kopie von Alinas altem Tonfall. „Professor Lirpa hat eine formelle Korrektur angeordnet. Zwanzig Schläge.“
Alina musste sich über den Bock beugen. Und die Schülerin, die sie einst in die Pflichten einer Präfektin eingeführt hatte, begann, sie zu züchtigen. Die Schläge waren präzise, rhythmisch und unbarmherzig. Es war die perfekte, von ihr selbst gelehrte Grausamkeit, die sich nun gegen sie richtete.
Mittwoch
Am Mittwoch versuchte Alina, unsichtbar zu sein. Sie war perfekt. Sie beantwortete jede Frage, bevor sie gestellt wurde. Sie schrubbte die Böden, bis sie spiegelten. Sie aß ihr karges Mahl in der Ecke der Küche, ohne aufzusehen. Sie wollte nur überleben. Sie wollte den Samstag vermeiden.
Aber das System hatte andere Pläne.
Am Nachmittag wurde sie aus der Küche geholt. Sie erwartete eine weitere Korrektur, eine weitere Demütigung. Aber die Präfekten führten sie in den Disziplinartrakt, den langen, kalten Korridor hinunter, zur Stahltür der Van der Meer Strafsuite.
„Nein“, flüsterte sie. „Es ist nicht Samstag.“
„Sondertermin“, sagte einer der Präfekten. „Einige neue Gönner sind zu einer privaten Demonstration angereist. Der Professor dachte, du wärest das ideale Anschauungsobjekt.“
Sie wurde in den weißen Raum gestoßen. Im Zuschauerraum saßen Lirpa und drei unbekannte Männer in teuren Anzügen. Sie sahen sie an wie Metzger, die ein Stück Fleisch begutachten.
„Subjekt Alina“, sagte die computerisierte Stimme. „Protokoll: Moduldemonstration Gamma. Das Ziel ist die Demonstration der Fähigkeiten der Targeted Agony Modules.“
Sie wurde auf die Liege geschnallt. Es gab keinen Wettkampf. Es gab keine Phasen. Es war eine schnelle, brutale Abfolge von Reizen. Das Brust-Modul, das ihre bereits geschundenen Brüste in einen neuen Schmerzkrampf zwang. Das Genital-Modul, das sie mit den Mikro-Paddeln bearbeitete. Das Anal-Modul, das sie mit dem kryo-thermischen Schock quälte. Es war keine Bestrafung. Es war eine Produktvorführung. Und sie war das Anschauungsmaterial.
Als es vorbei war, wurde sie von den Fesseln gelöst und auf den kalten Basaltboden gestoßen. Sie lag da, ein zitterndes, geschundenes Bündel, während Lirpa den Raum betrat und seinen Gästen die Vorzüge der Maschine erklärte, als würde er ein neues Auto verkaufen.
Als sie sie schließlich zurück in ihre Zelle brachten, verstand Alina die volle Tragweite ihres neuen Lebens. Es gab kein Entkommen. Es gab keine Hoffnung auf Erlösung. Ihr Körper gehörte nicht mehr ihr. Er war Eigentum des Instituts, ein Werkzeug für die Erziehung, ein Spielzeug für die Gönner, ein Testobjekt für die Maschine. Ihre wöchentliche Wartung war nur die Basislinie. Dazwischen lag eine endlose, unvorhersehbare Weite aus Schmerz und Demütigung, die jederzeit über sie hereinbrechen konnte. Sie war nicht mehr die Ausgestoßene. Sie war das Herz der Finsternis dieses Ortes geworden. Ihre Wut, ihr Hass auf Lirpa und die „Herren“ wuchsen ins Unermessliche. Donnerstag & Freitag: Die Routine der Qual
Die folgenden beiden Tage waren eine unerbittliche Wiederholung des Grauens. Am Donnerstag wurde Alina im Physikunterricht von Herrn Dr. Steiner an die Tafel gerufen. Sie sollte die Gesetze der Thermodynamik erklären. Wieder war ihr Verstand wie blockiert, eine leere, weiße Fläche, auf der einst komplexes Wissen eingraviert gewesen war.
„Es scheint, die Hitze der letzten Korrekturen hat Ihr Gedächtnis verdampfen lassen“, spottete Dr. Steiner. „Die alternative Strafe für mangelndes Verständnis fundamentaler Naturgesetze ist, wie Sie wissen, eine Lektion in Kausalität. Sie werden für den Rest des Tages auf allen vieren gehen. Als Erinnerung daran, dass wir alle den Gesetzen der Schwerkraft unterworfen sind.“
Für den Rest des Tages musste Alina auf Händen und Knien durch die Korridore kriechen, von einem Klassenzimmer zum nächsten. Die anderen Schüler traten beinahe auf ihre Finger, stiegen über sie hinweg, als wäre sie ein Hindernis, ein Stück Unrat auf dem makellosen Boden.
Der Freitag war eine Kopie des Montags, nur dass es diesmal die Biologielehrerin war, die sie mit Fragen über die weibliche Anatomie quälte. Wieder versagte ihr Gedächtnis.
„Die Strafe, normalerweise eine ‘unten ohne’ Strafe, wird gemäß Professor Lirpas Richtlinien angepasst und ist besonders für unser Thema geeignet. Sie werden von Pult zu Pult gehen und ihre primären Geschlechtsorgane inspizieren lassen. Jeder Schüler bzw. jede Schülerin ist angehalten, in Sie einzudringen. Diejenigen, die sich ekeln, können dazu dieses Spekulum verwenden. Bitte holen Sie es bei mir ab und beginnen sie ihre Runde durch die Klasse.“
Alina erstarrte. Das war eine neue, unvorstellbare Stufe der Hölle. Langsam, mit bleiernen Gliedern, ging sie nach vorne zum Pult der Lehrerin. Diese reichte ihr das kalte, schwere Metallinstrument. Mit dem Spekulum in der Hand begann Alina ihre Runde.
Der erste Schüler war Julian, der arrogante Präfekt. Er grinste sie an. „Kein Spekulum für mich“, sagte er und seine Finger drangen grob und schmerzhaft in sie ein. Sie zuckte zusammen, aber blieb stumm.
Der nächste war ein schüchterner Junge, der es kaum wagte, sie anzusehen. Er nahm das Spekulum, seine Hände zitterten. Er führte es ungeschickt und unbeholfen ein, unfähig, es richtig zu öffnen, bevor er es schnell wieder zurückzog und sich abwandte, sein Gesicht hochrot.
Dann kam sie zu einem Mädchen, Isabelle, ihrer eigenen ehemaligen Protegée. Isabelle nahm das Spekulum mit einer kalten, professionellen Miene. Sie führte es mit der geübten Präzision einer Gynäkologin ein, öffnete es weit und blickte mit klinischem Interesse hinein. „Faszinierend“, murmelte sie, als würde sie ein wissenschaftliches Exemplar studieren. Es war die entmenschlichendste Erfahrung von allen.
Jeden Abend wurde sie von Isabelle in einem der Korrekturräume gezüchtigt. Jeder Tag war ein neuer Kreis der Hölle, und sie fragte sich, wie viele Kreise es noch geben konnte. Sie wusste nicht, dass der tiefste erst noch bevorstand.
Der erste Samstag
Für Corinna und Elsie war der Samstag ein Tag von fast unerträglicher Anspannung. Sie waren seit der Grundschule unzertrennlich, zwei Seiten derselben rebellischen Medaille, und ihre Eltern, die ebenfalls eng befreundet waren, hatten in einer gemeinsamen, verzweifelten Entscheidung beschlossen, dass das Lirpa-Institut die einzige Lösung für ihre „schwierigen“ Töchter sei. Sie hatten den Prospekten geglaubt, den Versprechungen von Disziplin und Ordnung. Sie hatten die Klauseln über Nacktstrafen und Züchtigung der Hinterteile als notwendiges Übel akzeptiert, als eine Art harte Medizin, die ihre wilden, unkontrollierbaren Kinder heilen würde. Nun waren die beiden Siebtklässlerinnen seit fast zwei Wochen hier, hatten sich an die harte Routine, die strengen Regeln und die ständige Angst gewöhnt. Aber sie hatten die Strafsuite, den mythischen, gefürchteten Kern dieses Ortes, noch nie von innen gesehen.
„Alle Schüler der siebten bis neunten Klasse haben sich um zwanzig Uhr im Zuschauerraum der Van der Meer Suite einzufinden“, hatte die Durchsage nach dem Abendessen geklungen. „Die Anwesenheit ist obligatorisch.“
„Was passiert da?“, flüsterte Corinna, als sie mit Elsie in der Schlange der schweigenden Schüler stand.
„Ich weiß es nicht“, log Elsie. Sie wusste es. Sie hatte die Gerüchte gehört. Sie hatte die leeren, gehetzten Blicke der älteren Schüler gesehen, die an einem Samstagabend aus dem Disziplinartrakt zurückkamen.
Sie betraten den Zuschauerraum. Er war dunkel, die Luft war kalt und roch schwach nach Ozon und Angst. Sie fanden Plätze in der Mitte, umgeben von den stillen, gespannten Gesichtern ihrer Mitschüler. Vor ihnen war die riesige, schwarze Glasscheibe, die wie ein monolithischer Grabstein aufragte.
Plötzlich flackerte hinter dem Glas Licht auf. Der weiße, sterile Raum der Strafsuite wurde sichtbar, so hell und unbarmherzig wie in ihren schlimmsten Vorstellungen. Elsie sah die Maschine in der Mitte, ein Albtraum aus Chrom und weißen Polstern.
Die Tür auf der anderen Seite ging auf, und Alina wurde von zwei Präfekten hereingeführt. Sie war nackt. Corinna stieß einen erstickten Laut aus. Sie hatten Alina auf den Fluren gesehen. Besonders am Donnerstag, als sie gezwungen worden war, auf allen vieren zu kriechen, war sie ihnen begegnet – eine nackte, stille Gestalt, die von den älteren Schülern wie ein Stück Unrat behandelt wurde. Aber sie hier zu sehen, in diesem klinischen, kalten Raum, war etwas anderes. Es war, als würde man ein Tier sehen, das vom Klassenzimmer direkt auf den Seziertisch gebracht wurde.
„Subjekt Alina“, sagte eine kalte, computerisierte Stimme. „Wöchentliche Wartungssitzung. Protokoll: Standardkorrektur für kumulative Tadel.“
Alina wurde auf die Liege gezwungen. Fesseln schlossen sich um ihre Handgelenke und Knöchel. Elsie presste ihre Hände gegen den Mund, um nicht aufzuschreien. Das war real. Das geschah wirklich.
„Beginne Protokoll“, sagte die Stimme. „Phase eins: Genitale Dekonstruktion.“
Der mechanische Arm über Alina senkte sich. Es war das Genital-Modul. Elsie und Corinna starrten entsetzt, als zwei kleinere, filigrane Greifer Alinas äußere Schamlippen ergriffen und sie langsam, aber bestimmt auseinanderzogen und ihr Innerstes vollständig entblößten. Alinas Schrei war ein erstickter Laut der ultimativen Demütigung. Dann begannen die Mikro-Paddel zu rotieren. Eine unglaublich schnelle, unaufhörliche Serie von Stichen traf ihre inneren Schamlippen und ihren freigelegten Kitzler. Ihre Schreie waren kein zusammenhängender Laut mehr, sondern ein unzusammenhängendes Stakkato aus Schmerz und Schock. Kaum hatten die Paddel ihre Arbeit beendet, fuhren die subsonischen Vibratoren aus. Langsam, unaufhaltsam, wurden sie in ihre Scheide eingeführt. Ihr Körper begann unkontrolliert zu beben, nicht nur an der Oberfläche, sondern tief im Inneren. Ein tiefer, kehliger Laut des Elends kam aus ihrer Kehle.
Elsie starrte, unfähig, den Blick abzuwenden. Sie sah nicht nur den Schmerz. Sie sah die kalte, sadistische Logik des Systems, dem sie alle ausgeliefert waren. Das war keine Pädagogik. Das war Folter.
„Fortsetzung des Protokolls“, sagte die Stimme. „Phase zwei: Mammomastigomie.“
Zwei gepolsterte Stangen fuhren aus und pressten sich von oben und unten gegen Alinas Oberkörper, wodurch ihre Brüste isoliert und nach vorne gedrückt wurden. Von beiden Seiten senkten sich radähnliche Aufsätze herab, die mit kurzen Lederriemen bestückt waren. Die Räder begannen sich langsam zu drehen. Mit jedem leisen Flapp streiften die Lederriemen kraftlos über ihre Haut. Dann beschleunigte die Rotation, wurde schneller und schneller, bis die einzelnen Riemen zu einem verschwommenen Schemen wurden. Alina schrie ohne Unterlass, während die Maschine ihre ohnehin geschundene Brust in eine einzige, große, rote Wunde verwandelte.
„Phase zwei abgeschlossen“, verkündete die Maschine. „Finale Phase: Gesäß. Instrument: Paddel.“
Die Liege unter ihr veränderte ihre Form, neigte sich nach vorne und hob ihr Becken an, so dass ihr Gesäß dem Publikum in einer Haltung totaler Verletzlichkeit dargeboten wurde. Der Hauptarm der Maschine, nun mit einem breiten Paddel bestückt, hob sich und schlug zu. Die Züchtigung schien endlos. Bei jedem Schlag, bei jedem Schrei, wuchs in Elsie eine kalte, harte Wut. Eine Wut, die stärker war als ihre Angst. Sie sah die leeren, gleichgültigen Gesichter der Präfekten im Raum. Sie dachte an Lirpas sanftes, grausames Lächeln. Sie dachte an die Lügen, die ihren Eltern erzählt worden waren.
Als die Maschine sich zurückzog und Alina schluchzend und gebrochen in den Fesseln hing, war Elsie nicht mehr nur eine verängstigte Schülerin. Sie war eine Zeugin. Und sie hatte eine Entscheidung getroffen.
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