Beratungsgespräch - Eine Fortsetzung der Internatsgeschichte von orsgeschichten - Chapter 30 | Fet Library

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Birke Becker presents

Beratungsgespräch - Eine Fortsetzung der Internatsgeschichte von orsgeschichten

4.6 (9)

Extreme
Heavy
Light

Chapter 30 of 34

Journalistische Feldarbeit

Die pneumatischen Klemmen fuhren aus und positionierten sich mit unheimlicher Präzision um ihre Brustwarzen. Langsam, unendlich langsam, begannen sie sich zu schließen. Johanna starrte auf die sich nähernden Metallbacken, ihr Verstand, der auf Analyse und Beobachtung trainiert war, registrierte jedes Detail mit einer schrecklichen Klarheit. Sie war nicht mehr die Jägerin. Sie war die Beute.

Der Druck nahm zu. Ein Keuchen entwich ihren Lippen. Dann begannen die Vakuumsaugnäpfe ihre Arbeit, zogen und zerrten an dem empfindlichen Gewebe. Ihr Körper spannte sich an, ein Bogen aus reiner Agonie. Und dann kamen die Nadeln. Winzige, blitzende Funken schossen über ihre Brust, jeder einzelne ein Stich aus weißglühendem Feuer. Johanna schrie, ein Schrei, der nicht nur aus Schmerz, sondern auch aus Wut und ungläubigem Entsetzen bestand.

„Und die Neuerungen, dass müssen Sie zugeben, werter Professor, waren jeden Cent wert ... das Gerät arbeitet jetzt völlig autonom ... verblüffend“, sagte van der Meers Stimme aus dem Lautsprecher, kühl und interessiert.

Die Maschine fuhr fort, unerbittlich. Der Stuhl neigte sich nach hinten, ihre Beine wurden von zusätzlichen Armen ergriffen und in eine gespreizte, völlig entblößte Position gezwungen.

„Initialisiere Integrations-Modul“, sagte die KI. „Simultane genitale und anale Stimulation.“

Mehrere Arme näherten sich ihrem Unterleib. Es war ein koordiniertes, schreckliches Ballett aus poliertem Stahl. Ein Arm führte eine kryo-thermische Sonde in ihren Anus ein, während ein anderer die Mikro-Paddel über ihrer Vulva in Position brachte. Die Maschine wartete nicht. Sie begann ihren Angriff gleichzeitig an beiden Fronten. Ein Schock aus sengender Hitze tief in ihrem Inneren, während ein Hagel aus tausend nadelstichartigen Schlägen ihre äußere Scham in Brand setzte.

Ihr Verstand, der immer noch versuchte, die Reize zu analysieren, zu kategorisieren, wurde von der schieren Menge an widersprüchlichen Schmerzsignalen überwältigt. Es war, als würde man versuchen, ein Orchester zu dirigieren, in dem jedes Instrument eine andere, schrille Melodie spielt. Sie schrie, aber ihr Schrei war nicht mehr nur eine Reaktion auf den Schmerz. Es war ein Schrei der Frustration, ein Schrei gegen den Verlust der Kontrolle über ihren eigenen Verstand.

„Faszinierend“, sagte Lirpas Stimme. „Ihr limbisches System steht kurz vor der Überlastung.“

Als ob sie seine Worte verstanden hätte, änderte die Maschine ihre Taktik. Die Hitze wurde zu eisiger Kälte, die Paddel wurden durch die subsonischen Vibratoren ersetzt. Die neue Kombination aus innerem Kälteschock und einer tiefen, gewebezerstörenden Vibration war noch schlimmer. Ihr analytischer Verstand kapitulierte. Es gab keine Muster mehr zu erkennen, keine Logik zu entschlüsseln. Es gab nur noch Chaos. Reines, von einer Maschine erzeugtes Chaos, das darauf abzielte, ihre Persönlichkeit, ihre Identität, ihren Intellekt auszulöschen. Jede neue Phase war eine systematische Zerstörung ihrer Identität. Sie war nicht mehr Johanna Kaiser, die preisgekrönte Journalistin. Sie war nur noch ein Körper, der auf Reize reagierte, ein Bündel schreiender Nerven.

Ihr Verstand kämpfte. Mitten in der Qual versuchte sie, sich an Details zu erinnern, sich Notizen zu machen, die sie nie würde schreiben können. Sie versuchte, die Muster in der Folter zu erkennen, die Logik hinter der Grausamkeit. Aber es gab keine. Es gab nur die Demonstration absoluter Macht.

„Sie kämpft immer noch“, sagte Lirpas Stimme, ein Hauch von Bewunderung schwang mit. „Ihr Verstand weigert sich aufzugeben. Es ist Zeit für die finale Lektion. Die Lektion der absoluten Hoffnungslosigkeit.“

Die mechanischen Arme zogen sich zurück. Für einen Moment herrschte Stille, die nur von Johannas keuchendem Atem unterbrochen wurde.

Dann sprach die KI. „Protokoll: Permanente Stilllegung wird eingeleitet.“

Ein letzter Arm senkte sich von der Decke. An seinem Ende war eine einzelne, große Elektrode. Er bewegte sich langsam, unaufhaltsam auf ihre Scheide zu.

„Ihre letzte Schlagzeile, Frau Kaiser“, flüsterte Lirpas Stimme.

Johanna schloss die Augen. Sie dachte nicht mehr an ihre Geschichte. Sie dachte nicht mehr an die Polizei. Sie dachte an den Geruch von frisch gemähtem Gras an einem Sonntagmorgen.

Es gab einen kurzen, heftigen Krampf. Ein leises Zischen. Dann Stille. Der Monitor im Zuschauerraum zeigte eine flache Linie.

„Stilllegung erfolgreich“, sagte die Stimme.

Van der Meer stand auf. „Eine beeindruckende Demonstration, Professor. Aber unordentlich. Sorgen Sie dafür, dass alles beseitigt wird.“

Er und Lirpa verließen den Zuschauerraum. Die Geschichte war tot. Die letzte Zeugin war zum Schweigen gebracht worden.


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