Beratungsgespräch - Eine Fortsetzung der Internatsgeschichte von orsgeschichten - Chapter 6 | Fet Library

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Birke Becker presents

Beratungsgespräch - Eine Fortsetzung der Internatsgeschichte von orsgeschichten

4.6 (9)

Extreme
Heavy
Light

Chapter 6 of 34

Ein fataler Fehler

Die Nacht war ein langer, fiebriger Albtraum. Linda schlief kaum. Jeder Versuch, sich umzudrehen, schickte neue, glühende Schmerzwellen durch ihren Körper. Die Striemen auf ihrem Hintern und die unvorstellbare Empfindlichkeit ihrer Brüste verschmolzen zu einer einzigen, großen Qual. Als der Wecker um sechs Uhr morgens schrillte, fühlte sie sich wie gerädert.

Beim Anziehen stand sie vor einem Dilemma. Der Gedanke, den steifen, weißen Baumwoll-BH über ihre geschundenen Brüste zu ziehen, war unerträglich. Schon die leichteste Berührung ihres Nachthemdes hatte sie zusammenzucken lassen. Sie konnte es nicht. Es war eine physische Unmöglichkeit.

Es wird schon niemand bemerken, redete sie sich ein. Die Bluse ist so steif und weit. Das fällt nicht auf.

Sie zog den Slip an, den Rock, die weißen Söckchen und die steife Bluse. Sie knöpfte sie bis oben hin zu und betrachtete sich im Spiegel. Tatsächlich, es schien nicht aufzufallen. Erleichtert atmete sie auf und machte sich auf den Weg zum Frühstück.

Schon auf dem Korridor spürte sie es. Blicke. Anders als sonst. Nicht das übliche Gemisch aus Neugier und Mitleid, das man einer Bestraften entgegenbrachte. Es war etwas anderes. Verwunderung. Ein leises, ungläubiges Raunen schien ihr zu folgen. Sie verstand es nicht. Sie war doch angezogen. Ahnten alle, dass sie keinen BH anhatte? Oder konnte man durch die kurzen Ärmel ihrer Bluse ihre Brüste sehen? Sie hielt den Kopf gesenkt, die Arme eng am Leib und eilte in den Speisesaal.

Auch hier waren die Blicke da. Schüler, die sie anstarrten, sich dann zu ihren Nachbarn beugten und flüsterten. Linda wurde panisch. Was war los? Hatte sie einen Fleck auf der Bluse? Stand ihr Rock offen? Sie überprüfte sich unauffällig. Alles schien in Ordnung. Verwirrt und verängstigt schlang sie ihr Frühstück hinunter und floh in den relativen Schutz des Klassenzimmers.

Die erste Stunde war wieder Geschichte bei Dr. Weber. Linda setzte sich auf ihren Platz in der ersten Reihe. Als der Lehrer den Raum betrat, fiel sein Blick sofort auf sie. Er blieb einen Moment an ihr hängen. Es war eine Art… Verwirrung, fast schon Besorgnis. Er runzelte die Stirn, schien mit sich zu ringen.

Dann rief er einen Jungen aus der letzten Reihe zu sich, einen älteren Schüler mit einer autoritären Ausstrahlung. Er flüsterte ihm etwas ins Ohr. Der Junge nickte, verließ leise den Raum.

Der Unterricht begann. Dr. Weber sprach über die napoleonischen Kriege, aber seine Worte klangen abwesend. Seine Augen wanderten immer wieder zu Linda, als wäre sie ein Rätsel, das er nicht lösen konnte. Die Spannung im Raum war zum Schneiden. Linda spürte, wie ihr der kalte Schweiß ausbrach. Sie hatte etwas falsch gemacht. Etwas furchtbar Falsches. Aber sie wusste nicht, was.

Nach quälenden zehn Minuten ging die Tür leise auf. Der Schüler kam zurück und ging direkt zu Dr. Webers Pult. Er beugte sich zu ihm und sagte, gerade laut genug, dass Linda es hören konnte: „Die Akte ist eindeutig, Herr Doktor. Linda Meiers Kleidungsprivilegien wurden nicht wiederhergestellt.“

Kleidungsprivilegien. Das Wort traf Linda wie ein Blitz.

Dr. Weber schloss die Augen und seufzte schwer. Es war ein Geräusch tiefer, ehrlicher Enttäuschung. Er sah Linda an, und zum ersten Mal sah sie so etwas wie echtes Mitleid in seinem Blick.

„Linda“, sagte er leise, aber seine Stimme trug durch den totenstillen Raum. „Bitte komm nach vorne.“

Wie in Trance stand sie auf und ging zum Pult. Ihre Beine zitterten.

„Linda“, begann Dr. Weber, und seine Stimme klang fast traurig. „Es gibt hier eine fundamentale Regel, die du anscheinend nicht verstanden hast. Nach einer körperlichen Züchtigung durch die Maschine oder den Professor werden die Kleidungsprivilegien eines Schülers ausgesetzt. Das bedeutet, du bleibst nackt. Vollständig. Bis ein Mitglied des Lehrkörpers oder der Professor selbst diese Privilegien explizit wiederherstellt.“

Er machte eine Pause. „Du hast dir heute Morgen Kleidung angezogen, Linda. Du hast dir ein Privileg genommen, das dir nicht zustand. Das ist ein weitaus schwerwiegenderes Vergehen als eine falsche Antwort im Unterricht. Es ist ein Akt der Anmaßung. Es ist ein Bruch der fundamentalen Ordnung dieses Ortes.“

Linda starrte ihn an, ihr Mund stand offen. Das hatte ihr niemand gesagt. Sarah hatte es nicht erwähnt. Es war eine dieser ungeschriebenen Regeln, die jeder zu kennen schien, außer ihr. Eine Falle, in die sie blindlings hineingetappt war.

„Ich… ich wusste es nicht“, flüsterte sie.

„Du hättest es aber wissen müssen!“, erwiderte Dr. Weber, obwohl sein Ton weicher war als der von Frau Keller. „Es steht ausdrücklich in der Schulordnung, dir dir ausgehändigt wurde und die an jedem Treppenabsatz der Schule zur Sicherheit an der Wand hängt. Die Strafe für dieses Vergehen ist mir leider vorgeschrieben. Sie muss unmittelbar und exemplarisch sein. Sie muss dir und allen anderen zeigen, was passiert, wenn man die grundlegenden Statuten unserer Gemeinschaft missachtet.“

Er blickte sie an, sein Gesicht war eine Maske des Bedauerns. „Zieh dich aus, Linda. Alles.“

Die Worte trafen Linda wie Beile. Erneut. Aber diesmal fühlte es sich endgültig an. Unter Tränen, die ihr Gesicht in Strömen überfluteten, entledigte sie sich ihrer Uniform. Die Scham war nicht mehr brennend und heiß, sondern kalt und lähmend. Sie war ein wiederkehrender Albtraum.

Als sie nackt vor ihm stand, zitternd und schluchzend, griff Dr. Weber nicht zu einem Paddel. Er öffnete seine Schreibtischschublade und holte ein langes, dünnes Holzlineal hervor.

„Da du deinen Körper unrechtmäßig bedeckt hast, muss dieser Körper nun die Konsequenzen tragen“, erklärte er mit ruhiger, fast pädagogischer Stimme. „Die Strafe für Anmaßung sind vierundzwanzig Hiebe mit dem Lineal. Zwölf auf das Gesäß, um dich an deine vorherige Bestrafung zu erinnern, und zwölf auf die Brüste, als direkte Konsequenz für die Kleidung, die du unerlaubterweise darüber getragen hast.“

Linda taumelte zurück. „Nein… nicht hier… bitte…“

„Doch, hier“, sagte Dr. Weber bestimmt. „Und jetzt. Damit die Lektion für alle unmissverständlich ist. Bück dich über das Pult.“

Es gab kein Entkommen. Weinend und völlig gebrochen, tat sie, was er befahl. Sie stützte ihre Hände auf das kalte Holz des Pults und präsentierte sich der Klasse.

Der erste Hieb des Lineals auf ihren Hintern war ein scharfer, schneidender Schmerz, der sich von den Striemen der vergangenen Nacht unterschied. Er war präzise und bösartig. Sie schrie auf.

„Eins.“

Die Schläge fielen schnell und unbarmherzig, jeder einzelne ein neuer Blitz der Qual. Die Klasse schaute zu, ihre Gesichter waren undurchdringliche Masken.

Nach dem zwölften Schlag befahl er ihr, sich aufzurichten und ihm das Gesicht zuzuwenden. Tränenüberströmt und zitternd gehorchte sie.

„Und nun für die Anmaßung“, sagte er.

Der erste Schlag auf ihre linke Brust war eine Explosion reinen Schmerzes. Es war schlimmer als der Rohrstock, schlimmer als alles, was sie sich je hätte vorstellen können. Sie schrie, ein tierischer, verzweifelter Laut.

Die Schläge fielen weiter, gnadenlos, abwechselnd auf ihre linke und rechte Brust, bis die vollen vierundzwanzig vollstreckt waren.

Als es vorbei war, sank Linda auf die Knie, unfähig zu stehen, unfähig zu denken, nur noch ein Bündel aus Schmerz und unendlicher Scham.

„Du wirst den Rest des Tages so verbringen“, sagte Dr. Weber, seine Stimme war wieder die des unbeteiligten Lehrers. „Und du wirst dich um zwanzig Uhr in der Bestrafungssuite melden. Deine Bestrafung ist noch nicht ausgestanden - dies war nur der unmittelbare Teil. Der Strafautomat wird meinen Bericht erhalten und das weitere Strafmass festsetzen. Geh jetzt an deinen Platz.“

Sie wusste nicht, wie sie es zurück zu ihrem Stuhl schaffte. Sie saß da, nackt, ihr Körper brannte an so vielen Stellen, dass sie den Schmerz nicht mehr lokalisieren konnte. Dr. Weber fuhr mit dem Unterricht über Napoleon fort, als wäre nichts geschehen. Aber für Linda war alles geschehen. Sie hatte die letzte, wichtigste Lektion gelernt. Es ging nicht darum, die richtigen Antworten zu wissen. Es ging darum, die Regeln zu kennen. Und sie hatte gerade auf die brutalstmögliche Weise gelernt, dass es Regeln gab, von deren Existenz sie nicht einmal geträumt hatte.Der Rest des Tages war ein einziger, langer Albtraum, ein unscharfer Film aus Schmerz, Scham und den teilnahmslosen Gesichtern ihrer Mitschüler. Jeder Gang durch die Korridore war ein Spießrutenlauf. Sie war nun das Hauptthema, das Objekt der Blicke und des geflüsterten Geredes. Ihr nackter Körper, gezeichnet von den roten Striemen des Lineals auf ihrem Gesäß und ihren Brüsten, war eine wandelnde Lektion. Sie war nicht mehr nur eine Versagerin, sie war eine Rebellin, die versucht hatte, sich dem System zu widersetzen und dafür zerschmettert worden war.

Die zwei Stunden Sport am Nachmittag waren der Höhepunkt der Tortur. Turnen. Die Klasse war gemischt, etwa zur Hälfte Jungen, zur Hälfte Mädchen, und fand in einer riesigen Halle statt, die mit Barren, Schwebebalken, Ringen und Matten gefüllt war. Die Sportlehrerin, eine muskulöse Frau namens Frau Schmidt mit einem Gesicht wie aus Stein gemeißelt, nahm Lindas Zustand ohne ein Wort zur Kenntnis. Nacktheit war hier keine Ausnahme, es war eine erwartete Konsequenz.

Die anderen Mädchen trugen die schlichte Sportuniform: blaue Shorts und ein weißes T-Shirt. Die Jungen trugen ebenfalls kurze, eng anliegende blaue Hosen und weiße Hemden. Linda stand nackt und zitternd in ihrer Mitte.

„Aufwärmen!“, bellte Frau Schmidt. „Zwei Runden um die Halle, dann Dehnübungen!“

Laufen. Der Gedanke allein ließ Linda die Galle hochkommen. Jeder Schritt, jeder Stoß ließ ihre geschundenen Brüste schmerzhaft auf- und abwippen. Aber sie lief. Sie biss die Zähne zusammen und zwang ihre Beine in Bewegung. Die Dehnübungen waren eine neue Form der Hölle. Sich zu bücken, zu strecken, zu beugen – jede Position entblößte sie auf eine neue, demütigende Weise. Sie spürte die Blicke der Jungen auf sich, eine Mischung aus Neugier und Unbehagen. Bei einigen zeichneten sich unter den dünnen Stoffen ihrer kurzen Hosen verräterische Beulen ab, eine zusätzliche, ungewollte Ebene der Demütigung für alle Beteiligten.

Dann kam das Pauschenpferd. „Linda, Sie fangen an“, befahl die Lehrerin. „Aufhocken und Grätschsitz.“ Sie blickte in die Runde. „Daniel, Sie geben Hilfestellung.“

Ein Junge, der ihr schon vorher aufgefallen war, trat vor. Er war groß, hatte freundliche Augen und wirkte nicht so abgestumpft wie die meisten anderen. Er sah Linda mit einem Anflug von Mitleid an.

„Ich… ich muss dich an der Hüfte fassen, um dir Schwung zu geben“, sagte er leise und vermied es, ihr ins Gesicht zu sehen.

Linda nickte nur, ihr Hals war wie zugeschnürt. Sie nahm Anlauf, ihre nackten Füße schlugen auf den Boden. Sie sprang ab, ihre Hände fanden die Pauschen. In diesem Moment griff Daniel zu, um sie zu unterstützen. Doch ihre Bewegung war ungelenk, von Schmerz und Erschöpfung gehemmt. Seine Hände rutschten ab. Eine landete unbeholfen an ihrer Seite, die Finger streiften die Unterseite ihrer Brust. Die andere Hand rutschte tiefer als beabsichtigt und berührte sie flüchtig im Schritt, als er versuchte, ihren Körper über das Pferd zu heben.

Es war der Funke in einem Pulverfass aus Schmerz, Scham und aufgestauter Wut. All die Demütigungen der letzten Tage verdichteten sich zu einem einzigen, instinktiven Impuls. Sie landete auf der Matte, wirbelte herum, und ihre Hand schnellte vor.

KLATSCH!

Der Klang der Ohrfeige hallte durch die stille Turnhalle. Daniel taumelte einen Schritt zurück, seine Hand fuhr an seine gerötete Wange, seine Augen waren weit aufgerissen vor Schock und Unglauben.

Die gesamte Klasse hielt den Atem an.

Frau Schmidts Gesicht verfinsterte sich zu einer Maske kalter Wut. Sie schritt auf Linda zu, ihre Schritte dröhnten auf dem Hallenboden.

„UNGEHEUERLICH!“, donnerte sie. „Sie schlagen einen Mitschüler, der Ihnen auf meine Anweisung Hilfestellung leistet? Das ist nicht nur Widerstand, Meier, das ist ein tätlicher Angriff! Ein Akt offener Rebellion gegen die Autorität und die Kameradschaft!“

Sie packte Linda am Arm, ihre Finger waren wie ein Schraubstock. „Ihr Verhalten ist absolut inakzeptabel! Dies wird umgehend Professor Lirpa gemeldet. Sie haben sich gerade eine Strafe verdient, die weit über das hinausgeht, was Sie bisher erlebt haben.“

Linda starrte sie an, das Adrenalin wich einer Welle eisiger Furcht. Sie hatte es getan. Sie hatte zurückgeschlagen. Und in diesem Moment verstand sie, dass sie nicht nur eine weitere Regel gebrochen, sondern das Spiel komplett verändert hatte. Sie hatte eine Grenze überschritten, von der es kein Zurück mehr gab.

Das Abendessen war eine stille, einsame Angelegenheit. Sie saß an einem Tisch am Rande des Saals, nackt und gebrochen. Niemand setzte sich zu ihr. Sie war eine Ausgestoßene. Sie aß mechanisch, ohne zu schmecken, nur um die Regeln zu befolgen. Jeder Bissen war Asche in ihrem Mund.

Nach dem Essen wartete Sarah vor der Tür auf sie. Ihr Gesicht war ernst. „Bist du bereit?“, fragte sie leise.

Linda konnte nur nicken. Bereit war sie nicht. Aber sie hatte keine Wahl.

Der Gang zum Disziplinartrakt war diesmal anders. Er war länger. Jeder Schritt war schwerer. Als sie vor der schweren Stahltür der Bestrafungssuite ankamen, legte Sarah ihr eine Hand auf die Schulter. „Ich werde im Zuschauerraum sein“, sagte sie. „Du bist nicht allein.“

Linda fragte sich, während sie im Warteraum war, ob das ein Trost oder eine weitere Form der Folter war. Dann erklang das summende Geräusch, die Tür sprang auf. 

Der weiße Raum war so hell wie in ihrer Erinnerung. Die Maschine stand in der Mitte, poliert und bedrohlich. Doch diesmal war etwas anders. Die große Glasscheibe zum Zuschauerraum war nicht verspiegelt. Sie war durchsichtig.

Linda erstarrte. Dahinter, Reihe für Reihe, saß fast die gesamte Schülerschaft. Sie sah Gesichter, die sie aus dem Unterricht kannte, aus dem Speisesaal. Sie sah die Jungen und Mädchen, die sie am Nachmittag im Sportunterricht angestarrt hatten. Sie sah Sarah in der zweiten Reihe, ihr Gesicht blass und angespannt. Sie sah Dr. Weber, der ernst in einer Ecke stand. Sie sah Frau Keller mit ihren kalten Augen. Und sie sah Professor Lirpa, der in der ersten Reihe saß, seine Hände gefaltet, sein Gesicht ein Ausdruck klinischen Interesses.

Der Zuschauerraum war voll bis auf den letzten Platz. Schüler standen an den Seiten, drängten sich, um einen besseren Blick zu bekommen. Keiner wollte verpassen, was geschehen würde. Dies war keine routinemäßige Korrektur mehr. Dies war ein Spektakel. Eine Exekution.

Die computerisierte Stimme schnitt durch die Stille.

„Subjekt: Linda Meier. Vergehen: Wiederholtes akademisches Versagen. Mangelnde Konzentration. Anmaßung von Kleidungsprivilegien. Kumulative Bestrafung autorisiert.“

Linda spürte, wie ihre Beine nachgaben. Kumulative Bestrafung. Linda fiel auf, dass die Ohrfeige, die sie Daniel gegeben hatte, unerwähnt blieb. „Da kommt dann bestimmt noch was nach ...", dachte sie sich. 

„Die heutige Sitzung wird alle in Frage kommenden Körperteile umfassen, um eine vollständige und unmissverständliche Lektion in Gehorsam und Respekt vor den Regeln zu erteilen. Nehmen Sie die Position ein.“

Sie konnte sich nicht bewegen. Ihr Körper weigerte sich zu gehorchen. Sie starrte auf die Hunderten von Augen, die sie durch das Glas anstarrten.

„Warnung. Weigerung, die Position einzunehmen, führt zu einer automatischen Verdopplung der Strafintensität. Nehmen Sie die Position ein. Jetzt.“

Die Drohung durchbrach ihre Lähmung. Mit einem leisen Wimmern schleppte sie sich zur Maschine. Sie legte sich auf die Bank. Die Manschetten schlossen sich.

„Position korrekt. Die Bestrafung beginnt.“

Die Maschine erwachte zum Leben, aber anders als zuvor. Mehrere der kleineren Arme fuhren aus, jeder mit einem anderen Aufsatz. Einer hielt ein Bündel dünner Birkenruten. Ein anderer eine kleine, lederne Peitsche. Ein dritter eine Vorrichtung mit weichen, aber festen Rollen. Der große Arm über ihr trug wieder den Rohrstock.

„Phase eins: Vorbereitung der Oberfläche. Zwanzig Schläge mit den Birkenruten auf das Gesäß.“

Der Arm mit den Ruten schwang nach hinten. Linda schloss die Augen und spannte jeden Muskel an. Das Geräusch war ein scharfes Zischen, gefolgt von einem brennenden, stechenden Schmerz, der sich über ihre gesamte rechte Pobacke ausbreitete. Es waren unzählige kleine Nadelstiche aus Feuer.

Sie schrie. Die Schläge fielen schnell, zehn auf jede Seite, ein unerbittliches Stakkato aus Schmerz, das ihre Haut in Flammen setzte.

„Phase eins abgeschlossen. Phase zwei: Züchtigung der Oberschenkelrückseiten. Zehn Hiebe mit der Peitsche.“

Die Bank unter ihr verschob sich, hob ihre Beine leicht an. Der Arm mit der kleinen Peitsche fuhr in Position. Der erste Hieb traf sie in der Kniekehle, ein Schmerz, der so scharf und unerwartet war, dass sie nach Luft schnappte. Die Hiebe wanderten langsam ihre Oberschenkel hinauf, jeder einzelne hinterließ eine brennende Spur.

„Phase zwei abgeschlossen. Phase drei: Züchtigung der Brüste. Stimulation und zwölf Schläge mit dem Rohrstock.“

Die Bank wurde wieder flach, hob ihren Oberkörper an. Der Arm mit den Rollen fuhr auf sie zu. Die weichen Rollen begannen, über ihre Brüste zu fahren, sanft zuerst, dann immer fester, eine seltsame, unangenehme Massage, die ihre bereits geschundenen Brustwarzen in Qual versetzte.

„Stimulation abgeschlossen. Bestrafung beginnt.“

Der Rohrstock pfiff durch die Luft. Der Schmerz war so intensiv, so blendend, dass sie das Bewusstsein verlor. Sie schrie und schrie, bis ihre Stimme versagte. Zwölfmal traf der Rohrstock ihr Ziel, eine unendliche Ewigkeit der Agonie.

„Phase drei abgeschlossen. Phase vier: Züchtigung der Scham. Zehn Schläge mit dem Lederriemen.“

Die Bank veränderte erneut ihre Position, spreizte ihre Beine weit auseinander und hob ihr Becken an, sodass sie dem mechanischen Arm ausgeliefert und vor dem gesamten Zuschauerraum völlig entblößt war. Der Arm wechselte sein Werkzeug. Nun war es ein schmaler, flacher Lederriemen.

Linda war jenseits von Schreien, jenseits von Tränen. Sie lag einfach da, ein zitterndes Bündel rohen Fleisches, und wartete. Der erste Schlag traf sie mit einer Präzision, die ihr den letzten Rest von Verstand raubte. Es war ein Schmerz, für den es keine Worte gab, eine Verletzung, die tiefer ging als Haut und Nerven.

Zehnmal. Zehnmal wiederholte sich die unvorstellbare Qual.

Als es vorbei war, rührte sich nichts mehr. Die Manschetten öffneten sich. Die Maschine verstummte.

„Bestrafung abgeschlossen. Kleidungsprivilegien bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt. Verlassen Sie den Raum.“

Sie konnte sich nicht bewegen. Sie lag da, gebrochen, leer, ausgelöscht. Sie hörte, wie sich die Tür öffnete, aber es war nicht die Tür, durch die sie gekommen war. Es war eine andere. Zwei Gestalten in weißen Kitteln traten ein. Sie hoben sie sanft von der Maschine, legten sie auf eine Trage und schoben sie aus dem Raum, weg von den Augen der Zuschauer, weg von allem.

Das Letzte, was sie sah, bevor die Dunkelheit sie endgültig verschlang, war Sarahs Gesicht hinter der Glasscheibe, von Tränen überströmt.


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