Novella
Birke Becker presents
4.6 (9)
Chapter 33 of 34
Am Nachmittag wurde Alexander in Lirpas Büro befohlen.
Lirpa saß hinter seinem Schreibtisch. Neben ihm, in einem der schweren Ledersessel, saß Herr van der Meer.
„Alexander, wir haben eine Aufgabe für dich. Die Bestrafungssuite ist wieder voll einsatzbereit - wir haben sie noch gestern getestet. Aber wir meinen, Herr van der Meer und ich, dass der “persönliche Ton”, den du zu der Rolle des Strafenden gebracht hat, nicht verlorengehen sollte. Wir haben uns gedacht, dass eine Art “hybride Strafe” vielleicht das Rechte wäre. Also, die Maschine, ungerührt, mechanisch, sachlich. Und dann du. Du tröstest. Du erklärst den Sinn der Strafe. Du bist menschlich beim Strafen.”
Alexander hatte nicht gegen die Idee.
“Wir wollen das gleich mal ausprobieren. Der Richter und der Industrielle sind schon im Zuschauerraum. Wir kommen auch jetzt. Gehst du schon in die Strafsuite und wartest auf Alina? Wir werden diese hybride Methode an ihr ausprobieren. Vergiss nicht deinen Rohrstock und Paddel!”
Alexander machte sich auf den Weg - ein kurzer Umweg über eines der Bestrafungszimmer, um Rohrstock und Paddel zu holen. Er öffnete die Türe zur Strafsuite … der Raum war vollkommen leer, nicht einmal ein Stuhl war da. Er wunderte sich, kratzte sich sprichwörtlich am Kopf. Er hörte ein Klicken, als sich die Außentüre automatisch verschloss.
„Subjekt: Alexander Schmidt“, sagte die computerisierte Stimme. „Protokoll: Permanente Stilllegung.“
Ein eiskalter Schock durchfuhr Alexander. Er wirbelte herum, zerrte an der Tür, aber sie war versiegelt. Er war gefangen. Die Lüge traf ihn mit der Wucht eines physischen Schlags. Es ging nicht um Alina. Es ging um ihn.
Noch bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, glitt der polierte Basaltboden vor ihm lautlos auseinander. Aus der Tiefe erhob sich eine der schwarzen Karbonfaser-Liegen, glänzend und bedrohlich. Gleichzeitig schossen mehrere stählerne Arme aus dem Sockel der Apparatur. Sie packten seine Hand- und Fußgelenke mit unerbittlicher, kalter Kraft. Er wurde brutal auf die gepolsterte Oberfläche geschleudert, während weitere Fesseln aus der Liege selbst fuhren und sich um seinen Rumpf, seine Hüften und seinen Hals schlossen. Er war gefangen, ein Teil der Maschine geworden, bevor er überhaupt schreien konnte. Sein Schicksal war besiegelt.
„Vorbereitung beginnt“, sagte die KI.
Der anschließende Vorgang ähnelte dem, was die Maschine zuvor bei der Journalistin durchgeführt hatte. Ein mechanischer Arm mit einem chirurgischen Schneidwerkzeug senkte sich herab und zerteilte in einem schnellen, unpersönlichen Akt der Entwürdigung das steife Gewebe seiner Uniform, bis er nackt und zitternd auf der Liege lag.
„Vorbereitung abgeschlossen“, verkündete die KI. „Die Terminierung wird langsam und methodisch erfolgen. Phase eins: Kinetische Stimulation.“
Die Liege verwandelte sich in einen Strafbock. Ein mechanischer Arm senkte sich, bewaffnet mit einem schweren Rohrstock. Er begann seine Arbeit, langsam, aber unerbittlich. Die Schläge fielen auf Alexanders Gesäß, wurden mit jedem Hieb härter, bis seine Schreie den Raum erfüllten.
„Physiologische Reaktion registriert“, meldete die KI. Eine unwillkürliche Erektion, hervorgerufen durch den extremen Schmerz und die Demütigung.
„Protokoll wird angepasst, um die physiologische Reaktion aufrechtzuerhalten und die Lektion zu intensivieren.“
Ein dritter, filigraner Arm fuhr aus dem Sockel der Maschine. An seinem Ende befand sich ein glänzender Metallring. Der Arm bewegte sich mit unheimlicher Präzision und schob den Ring über Alexanders Penis bis zur Basis, wo er sich mit einem leisen Klicken verengte. Der Ring war so konstruiert, dass er die Erektion aufrechterhielt, egal wie sehr der Körper dagegen ankämpfte.
„Reaktion gesichert“, sagte die KI. „Setze kinetische Stimulation fort. Zielwechsel.“
Der Rohrstock zog sich zurück. Ein neuer Arm erschien, bewaffnet mit einer einschwänzigen Peitsche. Er positionierte sich vor dem Bock. Der erste Hieb traf ihn mit brutaler Präzision. Alexanders Schrei war ein gurgelnder Laut des Horrors. Die Peitsche schlug immer wieder zu, aber die Erektion, gefangen und erzwungen durch den Ring, blieb. Es war eine neue, unvorstellbare Stufe der Qual – der Schmerz der Peitsche, kombiniert mit der Demütigung einer erzwungenen, unnachgiebigen Erregung.
„Phase zwei: Chirurgische Demontage.“
Zwei neue, filigrane Arme fuhren aus, bewaffnet mit Instrumenten, die wie eine Mischung aus Zangen und Skalpellen aussahen. Sie näherten sich langsam seinem geschundenen Unterleib.
„Beginne Penektomie.“
Alexander starrte mit weit aufgerissenen Augen auf die sich nähernden Instrumente. Sein Schrei war ein einziger, langer, unmenschlicher Laut, als die Maschine ihre Arbeit begann. Es war kein schneller Schnitt. Es war ein langsames, methodisches Zerstückeln, das darauf ausgelegt war, maximale Qual zu verursachen.
„Penektomie abgeschlossen. Beginne Kastration.“
Die Maschine fuhr fort, ungerührt von seinen Schreien. Sie entfernte seine Männlichkeit Stück für Stück, präsentierte die blutigen Trophäen kurz den Kameras, bevor sie in einer Entsorgungsöffnung verschwanden.
Als es vorbei war, war er kein Mann mehr. Er war nur noch ein verstümmeltes, wimmerndes Wrack.
„Chirurgische Demontage abgeschlossen“, sagte die KI. „Terminale Phase wird eingeleitet.“
Die Liege wurde wieder flach, aber die Fesseln hielten ihn fest. Vier neue mechanische Arme fuhren aus den Wänden, jeder bewaffnet mit einer anderen Art von Peitsche: eine neunschwänzige Katze, ein schwerer Lederriemen, eine flexible Reitgerte und eine mit Stacheln besetzte Peitsche.
„Ganzkörper-Auspeitschung beginnt. Intensität wird progressiv gesteigert bis zum Systemversagen.“
Die Arme begannen ihren Tanz. Zuerst langsam, fast rhythmisch, trafen die verschiedenen Peitschen seinen Körper an unterschiedlichen Stellen. Die neunschwänzige Katze zerfetzte die Haut auf seinem Rücken. Der Lederriemen hinterließ breite, blutunterlaufene Striemen auf seiner Brust und seinem Bauch. Die Reitgerte zischte über seine Beine, und die Stachelpeitsche riss kleine Wunden in seine Arme. Seine Schreie waren ununterbrochen, ein einziger, langer Ton der Agonie.
Dann erhöhte die Maschine die Geschwindigkeit. Die Schläge prasselten nun in einem unerbittlichen, chaotischen Hagel auf ihn ein. Es gab keine Pausen mehr, keine Möglichkeit, Luft zu holen. Sein Körper wurde von allen Seiten gleichzeitig angegriffen, das Geräusch der auf Fleisch treffenden Peitschen vermischte sich mit seinen Schreien zu einer schrecklichen Symphonie. Die Monitore im Zuschauerraum zeigten, wie seine Lebenszeichen flatterten, sein Herz raste, sein Blutdruck in kritische Bereiche stieg.
„Kardialer Stress erreicht kritischen Wert“, meldete die KI emotionslos. „Intensität wird um 200% erhöht, um den Prozess zu beschleunigen.“
Die Arme bewegten sich nun mit einer unmenschlichen Geschwindigkeit. Sein Körper war keine menschliche Form mehr, nur noch eine zuckende, blutige Masse. Ein letzter, gurgelnder Schrei. Dann Stille. Der Monitor im Zuschauerraum zeigte eine flache Linie.
„Stilllegung erfolgreich“, sagte die Stimme.
Van der Meers treueste Diener, gekleidet in graue Overalls, betraten den Raum, entfernten den leblosen Körper und schoben ihn hinaus. Der Raum wurde gereinigt. Die Bühne war nun frei für die Hauptvorstellung.
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